Fuhrmann: Numerus clausus kommt für Junge ÖVP nicht in Frage

EuGH- Urteil führt zu Belastung an den Universitäten

Wien, 21.Jänner 2004 (ÖVP-PK) "Ich beurteile die Stellungnahme des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofes sehr kritisch, denn ich schließe einen Ansturm ausländischer Studierender auf bestimmte Studienrichtungen nicht aus", sagte heute, Freitag, Abg.z.NR Silvia Fuhrmann, Bundesobfrau der Jungen ÖVP. Die derzeitige Bestimmung sieht vor, dass Studenten aus EU-Ländern in Österreich nur dann studieren dürfen, wenn sie auch in ihrem Heimatland einen Studienplatz nachweisen können. "Wenn nun Studenten aus EU-Ländern ohne Beschränkung in Österreich studieren dürfen, wäre das eine außerordentliche finanzielle Belastung für die heimischen Universitäten und die Qualität der Ausbildung kann nicht mehr sichergestellt werden", so Fuhrmann weiter. ****

Besonders stark betroffen wären beliebte Fächer wie Medizin, die ohnehin schon überlaufen sind. Fuhrmann hofft, dass der Europäische Gerichtshof das Urteil nochmals überdenkt und nicht der Stellungnahme des Generalanwaltes folgt. Zugangsbeschränkungen für alle Studenten lehnt die Junge ÖVP klar ab. "Eine Einführung des Numerus clausus kommt für uns nicht in Frage, da Noten im Abschlusszeugnis nicht das einzige Kriterium für die Zuerkennung eines Studienplatzes sein dürfen", bekräftigt Fuhrmann. Zusätzlich wünscht sich Fuhrmann eine Diskussion auf breiter Basis um über die Konsequenzen des möglichen Urteils des Europäischen Gerichtshofes beraten zu können.

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