• 21.01.2005, 10:21:17
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Wiental Kanal: Auszeichnung für hervorragende technische Lösung

Sieg in der Kategorie "Umwelt und Alternativenergien" beim Staatspreis Consulting

Wien (OTS) - In durchschnittlich 30 Metern Tiefe entsteht derzeit
unter dem Wienfluss der Wiental Kanal. Vom Stadtpark zum
Ernst-Arnold-Park gräbt ein 126 Meter langer "Bohrwurm" einen 2,6
Kilometer langen Tunnel mit 8,6 Meter Durchmesser. Der Kanalbau
stellt eine echte technische Herausforderung dar. Die gelungene
Lösung wurde nun beim von der Austrian Consultants Association (ACA)
ausgeschriebenen Staatspreis Consulting 2004 ausgezeichnet: Die ARGE
Ingenieurbüro A. Pauser ZT-GesmbH/Univ.-Prof. DI Dr. Harald Ogris
siegte mit dem Projekt Wiental Kanal in der Kategorie "Umwelt und
Alternativenergien" und wurde für den Staatspreis Consulting 2004
nominiert. Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima und SR DI Helmut
Kadrnoska, Leiter der MA 30 Wien-Kanal gratulierten DI Helmut Kral,
einem der geschäftsführenden Gesellschafter des Ingenieurbüros A.
Pauser, zu dem Erfolg. Sima: "Der Wiental Kanal ist ein echter
ökologischer Meilenstein. Ich freue mich, dass die gemeinsam mit den
Fachleuten der Stadt Wien gefundene Lösung auch die Jury beim
Staatspreis Consulting überzeugen konnte."

Innovativer Gewässerschutz für Wien

Mit dem Wiental Kanal wird in Wien erstmals ein Entlastungskanal
unter einem Flussbett errichtet. Nach seiner endgültigen
Fertigstellung im Frühjahr 2006 - nach Abschluss der Bohrung im März
2005 sind noch die Verbindungen zu den bestehenden
Wienfluss-Sammelkanälen herzustellen - kann er bis zu 110.000
Kubikmeter Abwasser speichern. Hintergrund für das
Umweltschutz-Projekt: Die Wienfluss-Sammelkanäle waren bei starkem
Regen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gestoßen. Durch den Regen
verdünntes Kanalwasser, so genanntes Mischwasser, gelangte in den
Wienfluss. Mit dem neuen Wiental Kanal gehört das der Vergangenheit
an. Er dient als Stauraum, nach Abklingen der Regenfälle kann das
Wasser durch die "Wiener Kanalnetzsteuerung" - einem aufwändigen
elektronischen Steuer- und Pumpsystem ausgestattet, das
vollautomatisch in Aktion tritt - kontrolliert zur Hauptkläranlage
Simmering abgeleitet werden. Der 2005 abgeschlossene Ausbau der
Hauptkläranlage und der Bau des Liesingbachkanals sind weitere
Beiträge zur Steigerung der Wasserqualität der Donau, des
Donaukanals, der Liesing und des Wienflusses auf Gewässergüte 2-3.
Durch die sinnvolle Doppelnutzung des Kanalsystems als Speicher und
Abwasserabfluss ersparte sich die Stadt Wien den Bau von
Überlaufbecken und damit rund 52 Millionen Euro.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) wög

OTS0073    2005-01-21/10:21

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