ARBÖ: Vorsicht! Glatteis!

Wien (OTS) - Massenkarambolagen in der Steiermark und in Kärnten forderten in den heutigen Morgenstunden Tote und Schwerverletzte. Grund dafür war Glatteis. Der ARBÖ warnt, dass auch für heute und die kommenden Tage die Glatteisgefahr im Straßenverkehr bestehen bleibt -speziell auf der A2, Südautobahn, im Bereich der Pack, im Raum Graz und Klagenfurt und im südlichen Oberösterreich. Schon ein kleiner Fahrfehler kann bei derartigen Straßenverhältnissen einen schweren Unfall auslösen, wenn man mit überhöhter Geschwindigkeit und zu wenig Sicherheitsabstand unterwegs ist.

Widrige Straßen- und Wetterverhältnissen fordern die volle Konzentration der Fahrzeuglenker. Eine kurze Unachtsamkeit oder ein Fahrfehler kann bereits zu einer Katastrophe führen. Ein Sicherheitsabstand von zirka zehn Metern bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit 130 km/h auf der Autobahn ist zu viel wenig! Schließlich beträgt der Bremsweg auf Glatteis rund 800 Meter!

Gerät das Fahrzeug auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern, sollten folgende Regeln beachtet werden:

* Ruhe bewahren. In jene Richtung lenken, in die das Heck ausbricht. Tritt das Schleudern beim Bremsen auf, sofort Bremse lösen. Während des Korrekturvorganges auf keinen Fall bremsen.

* Beim mechanischen Getriebe die Kupplung treten, dadurch haben auch die angetriebenen Räder vollen Griff.

* Sollte das Fahrzeug über kein ABS (Antiblockiersystem) verfügen, so ist die altbekannte "Stotterbremse" noch immer am wirkungsvollsten.

* Unnötige Überholmanöver und ruckartige Lenkbewegungen unbedingt vermeiden.

* Mit niedriger Drehzahl fahren.

* In Kurven möglichst nicht beschleunigen oder bremsen.

Schleudern kann trainiert werden

Theoretisches Wissen ist wichtig. Viel wesentlicher ist aber, Schleudern auch praktisch mit dem eigenen Auto zu trainieren. Geübt werden können gefährliche Situationen im Straßenverkehr beim Fahrsicherheitstraining, dass der ARBÖ in seinen Trainingszentren anbietet. Kurse können gebucht werden in den ARBÖ-Trainingszentren in Wien-Aspern (Telefon 050-123 2999), Strasswalchen/Salzburg (Telefon:
050 123 2560), Ludersdorf/Steiermark (Telefon: 050 123 2680), Arnoldstein/Kärnten (Telefon: 050-123 2260). Nähere Informationen auch unter www.fahrsicherheitszentren.at.

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