Keine Versteckspiele mit Gentechnik in Lebensmitteln

OÖ. SP-Klubobmann Dr.Frais: "Jährlich werden 62,5 Kilogramm Gentech-Sojafutter pro Österreicher verfüttert"

Linz (OTS) - Um Oberösterreich endlich von Gentechnik-Futter in
der Lebensmittelindustrie zu befreien, bedarf es - so SP-Klubchef Dr. Karl Frais - intensiver politischer Anstrengungen von Seiten des Landwirtschafts- und des Umweltreferenten. "Derzeit werden laut Greenpeace jährlich 500.000 Tonnen Gentechnik-Sojaschrot in Österreichs Lebensmittelindustrie verfüttert. Das entspricht einer durchschnittlichen Menge von 62,5 Kilogramm Gentech-Soja pro Österreicher. Besonders bei der Schweinezucht ist der Anteil am Gentech-Soja besonders hoch", so Frais. Die SPÖ fordert von Umweltlandesrat Anschober und Landwirtschaftsreferent Stockinger sofort Maßnahmen zur Sicherung der gentechnikfreien Lebensmittelerzeugung in Oberösterreich. "Es ist scheinheilig von Anschober und Stockinger, bei der EU gegen Gentechnik zu klagen und gleichzeitig den Oberösterreichern über den Einsatz von Gentech-Futter in der heimischen Lebensmittelindustrie die Wahrheit vorzuenthalten", kritisiert Frais.

Die SPÖ will flächendeckende Maßnahmen gegen Gentechnik in der Lebensmittelindustrie. Von den zuständigen Landesräten fordert Frais intensiveren Einsatz: "Ich sehe kein Bemühen von Anschober und Stockinger, das Verfahren über die Gentechnik-Klage Oberösterreichs beim EUGH endlich voranzutreiben. Die beiden Landesräte sehen offenbar nur geringe Erfolgsaussichten und kümmern sich bewusst nicht um eine Beschleunigung des Verfahrens".

Oberösterreich braucht Klarheit, Sicherheit und Ehrlichkeit beim Thema Gentechnik, fordert Frais. "Der Bevölkerung muss klipp und klar gesagt werden, dass derzeit durchschnittlich 62,5 Kilogramm an Gentech-Futter jährlich pro Österreicher in der heimischen Lebensmittelindustrie verwendet werden. Dieser Zustand ist untragbar und es müssen rasch Lösungen dafür gefunden werden. Jeder Konsument sollte beim Kauf von Milch, Fleisch oder Eiern jedenfalls wissen, ob diese von Tieren stammen denen gentechnisch veränderte Futtermittel zugeführt wurden". Deshalb tritt die SPÖ für ein System ein, das in konsumentengerechter Art und Weise den Menschen die Sicherheit gibt, sich tatsächlich gentechnikfrei zu ernähren.

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