Tauschitz: Haider bekennt Seebühnenskandal ein

Geschäftsführer soll zum alleinigen Sündenbock gestempelt werden - 3,8 Millionen Euro Abgang?

Klagenfurt (OTS) - Die heutigen Gespräche mit Wirtschaftsprüfern hätten Kulturreferent Jörg Haider offenbar die Augen geöffnet, in welcher ausweglosen Situation er sich als Eigentümervertreter der bankrotten Festspielgesellschaft und als Seebühnen-Verantwortlicher befinde, erklärte heute ÖVP-Kultursprecher LAbg. Stephan Tauschitz. Nachdem Haider eingesehen habe, dass die Beweise für Missmanagement und Günstlingswirtschaft rund um die Seebühne erdrückend seien, wolle er sich nun auf die Seite der Aufdecker stellen und fordere nach einer mehrere Wochen dauernden Schrecksekunde eine penible Gebarungsüberprüfung. Tauschitz: "Der Landeshauptmann trägt seit Jahren die volle politische Verantwortung für die Seebühne. Nachdem er wochenlang gemauert und die Kritiker der Zustände verunglimpft hat, wird ihm das Thema jetzt zu heiß. Haider hat mit seinem heutigen Meinungsschwenk den Seebühnenskandal offen einbekannt."

Nun wolle sich Haider - nachdem er noch vor drei Tagen vollmundig die Liquidation der Seebühnengesellschaft und deren Übernahme ins Kulturreferat angekündigt habe - endgültig aus der Verantwortung stehlen und den Geschäftsführer zum alleinigen Sündenbock stempeln. Tauschitz: "Herr Sapetschnig wird sich in Kürze als Alleinschuldiger am Seebühnendebakel auf Haiders politischem Privatfriedhof wiederfinden, wo die verbrauchten Günstlinge und Nützlinge Haiders zu Hunderten verscharrt sind."

Der Versuch Haiders, die Schulden der Seebühnengesellschaft auf mehrere Verursacher aufzuteilen, ändere nichts an den haarsträubenden Fakten, unterstrich Tauschitz: "Wie auch immer Haider herumjongliert - von diesem politischen Sündenfall im Umgang mit Steuergeldern wird er sich nicht reinwaschen können."

Die Bestrebungen Haiders, die gravierenden finanziellen Folgen des Kulturskandals zu verniedlichen, würden allerdings nichts nutzen:
Nach Informationen aus Wiener Kreisen habe der Bundesrechnungshof bereits den Landesrechnungshof ersucht, die widmungsgemäße Verwendung der Bundesförderung im Ausmaß von 1,6 Millionen Euro zu untersuchen. Tauschitz: "Diese Mittel wurden für Investitionsmaßnahmen im Zeitraum 2004 bis 2008 gewährt. Wenn die Verwendung zweckwidrig war, muss die Seebühnengesellschaft die Förderung zurückzahlen, was den Abgang auf 3,8 Millionen Euro explodieren ließe. Das Vorzeigeprojekt Haiders wird täglich mehr zum Fall für den Konkursrichter - seine Kulturpolitik ist es schon lange."

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