Bürgerversammlung zur Neuübernahme des Margaretenbades ohne Antworten für die Bürger

Bezirksvorsteher Wimmer kennt neues Konzept nicht

Wien (OTS) - Die Übernahme des Margaretenbades durch die Fitnesskette John Harris lässt die Emotionen der MargaretnerInnen und der umliegenden Bezirke hoch gehen. Da es bis jetzt kaum Informationen gab, lud der Bezirksvorsteher von Margareten zur Bürgerversammlung. Marie-Luise Mojzis, Klubobfrau der ÖVP Margareten zu der Veranstaltung: "Die Bürgerversammlung war eine Farce. Der SP-Bezirksvorsteher hat ohne rot zu werden erklärt, das Konzept angeblich noch nie gesehen zu haben. Der Geschäftsführer von John Harris hatte aufgrund der kurzfristigen Einladung kaum Zeit sich entsprechend vorzubereiten. Von den Fragen der verärgerten Bürger wurde daher keine einzige klar beantwortet, und der Bezirksvorsteher entzieht sich seiner Verantwortung, mit der Behauptung, auf dieses Projekt keinen Einfluss zu haben."

Angeblich wird das Schwimmbad ein paar Stunden am Tag für Schulklassen benutzbar sein. Angeblich soll es Tageskarten für den Schwimmbereich geben. Wie es für Senioren, Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren aussieht, wurde ebensowenig beantwortet wie die Möglichkeit eines stundenweisen Besuches des Bades. Die essentielle Frage nach den Eintrittspreisen wurde nicht geklärt mit dem Hinweis, das Podium hätte schließlich das Recht zu sagen was es wolle. Mojzis:
"Genau diese Fragen sind es aber, auf die die BürgerInnen gerne Antworten gehabt hätten. Vor allem Jugendliche und Pensionisten empfinden sich als unerwünscht. Es kann doch bitte nicht sein, dass ein derartiger Vertrag unterzeichnet wird und noch keinerlei Details bekannt sind."

"Ich begrüße ein Fitnesscenter in Margareten, aber nicht in diesem von der öffentlichen Hand finanzierten Gebäude. Jugendliche und ältere Menschen, aber auch junge Familien, die nicht sehr kaufkräftig sind, werden dadurch ausgegrenzt. Aber genau für diese Menschen sollte das "soziale" Wien etwas tun", so Mojzis. Auch für die Bezirksvorsteher-Stellvertreterin von Mariahilf, Maria Feichtinger, ist die Lösung mehr als halbherzig: "Dieses Projekt jetzt als großartige Lösung zu verkaufen ist den Bewohner wie auch mir unverständlich. Durch das Fitnesscenter in der gehobenen Preisklasse wird sozial Schwächeren eine Freizeiteinrichtung genommen. Das ist keine adäquate Lösung."
Ein Bürger brachte es in der Versammlung auf den Punkt: Ich stelle keine Fragen, denn ich erwarte mir vom Bezirksvorsteher keine Antworten mehr.

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Marie-Luise Mojzis
Klubobfrau der ÖVP Margareten
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