Kogler zu VA-Tech: ÖIAG hätte mehr als zwanzig Millionen Euro verschleudert

Wer hat ÖIAG dazu getrieben, einen Preis von 55 Euro zu akzeptieren?

Wien (OTS) - "Was oder wer hat die ÖIAG dazu getrieben, dass sie derart unter den offensichtlichen Möglichkeiten zum Schaden der SteuerzahlerInnen vorzeitig einem Preis von 55 Euro für eine VaTech-Aktie akzeptiert hat, also einen voreiligen Kotau machte? Noch vor wenigen Monaten war dieselbe Angelegenheit für Schüssel und Grasser eine feindliche Übernahme, die beide heldenhaft verhindern wollten. Mehr als 20 Mio. Euro hätte die ÖIAG durch ihr Vorzeitiges Ja zum Siemensangebot verschleudert", so Werner Kogler, Budgetsprecher der Grünen. Ganz offensichtlich droht die Gefahr, dass gewichtige Ziele des Privatisierungsauftrages der Regierung unterlaufen werden: Bei der ÖIAG sucht man eine langfristige Standort- und eine mittelfristige Arbeitsplatzgarantie vergeblich. Jüngstes Beispiel dafür ist die sogenannte "Standortgarantie" für die Austria Tabak. "Wer übernimmt die Verantwortung für die schludrige Privatisierungstaktik und offensichtlich fehlenden industriepolitischen Konzepte?", fragt Kogler.

Mit der heutigen Erhöhung des Übernahmeangebots von Siemens wird die verfehlte Politik der ÖIAG wieder einmal deutlich. Die beiden Fonds, die sich vor kurzem bei VA-Tech eingekauft haben, haben den Job der ÖIAG erledigt, indem sie den Angebotspreis von 55 auf 65 Euro trieben. "Eigentlich wäre es aufgrund des ÖIAG Gesetzes aber auch aufgrund ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung Aufgabe der ÖIAG gewesen, einen entsprechenden Erlös aus den Privatisierungen zu erwirtschaften. Schließlich hätte die ÖIAG aufgrund der Höchststimmbegrenzung deutlich mehr Macht in der VA-Tech, als es ihr Anteil von 14,7% vermuten ließe", meint Kogler.

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