Rack: Vorrang für Passagierrechte im Bahnverkehr

Heiße EU-Parlamentsdebatte rund um das "dritte Eisenbahnpaket"

Brüssel, 20. Januar 2005 (ÖVP-PK) "Mit 250 Änderungsanträgen zeigt das Europäische Parlament, dass es sich für mehr Rechte und bessere Information von Passagieren im Bahnverkehr einsetzt. Dabei müssen aber alle Fahrgäste berücksichtigt werden. Jene im nationalen, aber auch jene im internationalen Zugverkehr", so Univ. Prof. Dr. Reinhard Rack als Mitglied im Verkehrausschuss und EVP-ED-Berichterstatter zu den Passagierdaten im Europäischen Parlament in Brüssel.****

Insgesamt besteht das "dritte Eisenbahnpaket" aus vier einzelnen Berichten. Dabei geht es um die Liberalisierung im Personenverkehr, den Lokomotivführerschein, die Passagierrechte, also um Ausgleichszahlungen für Bahngäste, und um allgemeine Qualitätsverbesserungen im Güterverkehr.

"Was die Rechte der Passagiere betrifft, so fordere ich bei Zugverspätungen eine Entschädigung der Fahrgäste. Das kann in Gutscheinform erfolgen, es muss jedoch auch Sonderregelungen der Barauszahlung geben. Vor allem dann, wenn es sich bei dem Fahrgast um keinen Dauergast handelt. Reisende müssen aber auch grundsätzlich besser über Verspätungen, Anschlussmöglichkeiten und Verschiebungen der Fahrpläne informiert werden", fordert Rack. Bei Folgeschäden nach Zugverspätungen will der Berichterstatter eine gleiche Formulierung wie im Luftverkehr durchsetzen. Nach diesen Vorschriften bliebe es möglich, aufgrund einzelstaatlicher Vorschriften zusätzliche Ausgleichszahlungen bei Verspätungen zu erlangen. "Für mich ist es auch besonders wichtig, für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignete Vorschriften vorzusehen. Diese sind oft nur auf die Bahn als Fortbewegungsmittel angewiesen. Der Zugang ist jedoch alles andere als behindertengerecht. Hier gibt es also noch viel aufzuholen", so Rack.

Zusammenfassend fordert Rack so wenig Bürokratie wie möglich. "Wir brauchen keine extra Stelle für die Durchsetzung der Verordnung, sondern eine funktionierende Verordnung, mit der die Zugpassagiere effizient und schnell zu ihrem Recht kommen, wenn sie schon nicht schnell an ihr Fahrziel kommen", so Rack abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

MEP Univ. Prof. Dr. Reinhard Rack, Tel.: 0032-2-284-5773
(rrack@europarl.eu.int) Mag. Andrea Strasser, EVP-ED Pressestelle,
Tel.: 0032-473-31 11 75 (astrasser@europarl.eu.int)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0004