EIN JAHR AUSTRIAN DEVELOPMENT AGENCY: BILANZ UND AUSBLICK

Das Unternehmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit

Wien (OTS) - Botschafter Michael Linhart, Geschäftsführer der Austrian Development Agency (ADA), zog heute positive Bilanz über das erste Arbeitsjahr des Unternehmens der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Die ADA betreut mit 136 MitarbeiterInnen im In- und Ausland rund 800 Einzelprojekte. Allein im ersten Arbeitsjahr wurden mehr als 250 neue Projektverträge mit Organisationen und Unternehmen abgeschlossen. Gleichzeitig hat die ADA neue Akzente in den Bereichen Wirtschaft und Entwicklung sowie Humanitäre Hilfe gesetzt. Durch neue Finanzierungsinstrumente und Verfahren zur Projektvergabe wird die Kooperation mit heimischen Organisationen und Unternehmen weiter gestärkt.
2005 werden die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, die stärkere geografische Konzentration der Budgetmittel, eine engere Kooperation mit der EU und neue Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

Erfolgreicher Reformprozess
Der Start der Austrian Development Agency zu Jahresbeginn 2004 bildete den Höhepunkt im Erneuerungsprozess der Österreichischen Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit (OEZA). Dazu Botschafter Linhart:
"Die Reform und die Ausgliederung des operativen Teils der Österreichischen Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit haben sich bewährt. Das hat kürzlich auch die OECD in ihrem Evaluierungsbericht bestätigt."

Effizienz deutlich gestiegen
Mit 136 MitarbeiterInnen hat die ADA 2004 74,4 Mio. Euro - ein um ein Drittel höheres Budget als 2003 - für bilaterale Entwicklungsprojekte umgesetzt. "Diese Stärkung bringt sowohl für die Menschen in Entwicklungsländern als auch für unsere Partnerorganisationen und Unternehmen entscheidende Vorteile", so Botschafter Linhart. "Mit den neuen Strukturen konnten wir etwa die Verwaltungsabläufe zwischen der Genehmigung eines Projekts und der tatsächlichen Bereitstellung der Finanzmittel um durchschnittlich sechs Wochen verkürzen." Als aktuelles Beispiel für die neu gewonnene Effizienz der Entwicklungszusammenarbeit führt er auch das Hilfsprogramm für die Opfer der Katastrophe in Südasien an. "Binnen kurzer Zeit konnte die ADA hier zwei Millionen Euro für Soforthilfe und für den Wiederaufbau bereitstellen."

Humanitäre Hilfe, Wirtschaft und Entwicklung
Bereits im ersten Arbeitsjahr hat die ADA ihr Leistungsspektrum deutlich erweitert: 250 neue Projektverträge mit Organisationen und Unternehmen wurden abgeschlossen, die Bereiche Humanitäre Hilfe sowie Wirtschaft und Entwicklung aufgebaut. Durch letzteren Bereich sollen die Rahmenbedingungen für Investitionen in den Partnerländern verbessert werden. Dazu Botschafter Linhart: "Die Verringerung der Armut verlangt die Verantwortung aller gesellschaftlichen Kräfte - in der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sehe ich eine große Chance." Zwei neue Förderinstrumente stehen dafür bereit:
Unternehmenspartnerschaften für Business-to-Business-Projekte zwischen Unternehmen in der EU und in Entwicklungsländern und Entwicklungspartnerschaften für gemeinsame Vorhaben von privaten Unternehmen und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Mehr Mittel für die Armen
Die Austrian Development Agency wird im neuen Jahr ihre Position als Kompetenzzentrum für Entwicklungszusammenarbeit weiter ausbauen. Im Zentrum aller Aktivitäten werden dabei die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen als Leitlinie für alle Programme und Projekte der Austrian Development Agency stehen.
Für das Jahr 2005 gibt es eine weitere Steigerung der operativen Budgetmittel der ADA auf 78,4 Mio. Euro, die in Projekte zur Verringerung der Armut investiert werden. So stehen für die Kooperation in Südosteuropa 2005 rund 18 Mio. Euro zur Verfügung (2004: 15,4 Mio. Euro). In dieser Region wird die Entwicklungszusammenarbeit mit Moldau, dem ärmsten Land Europas, aufgebaut, während die Programme in Rumänien, Bulgarien und Kroatien, deren Annäherung an die EU voranschreitet, langsam auslaufen werden. "Durch mehr Konzentration kann Österreich mit seinem Budget viel Positives erreichen", erläutert Botschafter Linhart. "Wir wollen die Gelder nicht im Gießkannenprinzip verteilen - das bringt für die Armutsbekämpfung wenig."

Thematisch werden 2005 die Bereiche Menschenrechte, Demokratie und Friedensicherung, Gender, Bildung, Ländliche Entwicklung/Dezentralisierung, Wasser und Energie im Vordergrund stehen. Im Energie- und Wasserbereich sollen verstärkt EU-Fördermittel für österreichische Projekte genutzt werden. Weiters ist die Stärkung der 12 Koordinationsbüros in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa geplant.

Rückfragen & Kontakt:

Austrian Development Agency,
Mag. Christine Jantscher,
Tel. 01/90399-400,
mailto: christine.jantscher@ada.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TRI0001