Mitteleuropäische Biomassekonferenz in Graz: Über 600 Teilnehmer angemeldet

Kopetz: Europaweiter Entwicklungsschub für Bioenergie erwartet

Graz (AIZ) - Knapp eine Woche vor Beginn der Mitteleuropäischen Biomassekonferenz haben sich rund 600 Besucher aus 25 Ländern angemeldet. Diese hochkarätig besetzte Konferenz - sie wird in sechs Sprachen übersetzt - geht vom 26. bis 29.01.2005 im Messe Center Graz über die Bühne. "Neben Teilnehmern aus Deutschland, Ungarn, Polen, Slowenien, der Slowakei, Tschechien, Lettland, Litauen und Italien haben sich auch Gäste aus den USA, Russland, der Ukraine und Südkorea angesagt", freut sich Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes.

Mehr Bioenergie für Europa

"Diese internationale Tagung soll einen europaweiten Entwicklungsschub für Biotreibstoffe, Ökostrom und Ökowärme bringen", betont Kopetz. In allen EU-Mitgliedstaaten müssen bereits bestehende EU-Vorgaben für Ökostrom und Biotreibstoffe bis zum Jahr 2010 umgesetzt werden. So muss die Ökostromproduktion in der EU von derzeit 13% auf durchschnittlich 21% ausgebaut werden. Der Biotreibstoffanteil muss von 0,3% auf 5,75% im Jahr 2010 erhöht werden. "Der Handlungsbedarf in den neuen EU-Ländern ist groß, aber auch die alten EU-Länder haben Aufholbedarf", unterstreicht Kopetz. Den größten Umbruch bei der Energieversorgung erwarte er auf dem Wärmemarkt. Da Öl und Gas knapper und teurer würden, gehe die Entwicklung ganz klar in Richtung Biowärme und Solarenergie.

Know-how-Transfer: Exportchancen für heimische Firmen

"Neben den fachlichen Kontakten sollen auch die wirtschaftlichen Beziehungen im Bereich der Bioenergie europaweit vertieft und neue Geschäfte angebahnt werden", erläutert Kopetz. Zahlreiche heimische Unternehmen seien weltweit Technologieführer in vielen Bereichen der Bioenergienutzung. Vor allem die modernen und komfortablen Pellets-und Hackschnitzelheizungen aus Österreich seien auf dem internationalen Markt gefragt. Auch bei den Technologien zur Herstellung von Biodiesel und Ökostrom mischten österreichische Firmen an der Spitze mit. "Deshalb soll diese Konferenz auch wesentlich dazu beitragen, den neuen EU-Ländern entsprechendes Know-how weiterzugeben", unterstreicht Kopetz. Konkret könnten Hersteller von Bioenergieanlagen bei der parallel stattfindenden Häuslbauermesse auch auf Kunden in den östlichen Hoffnungsmärkten zugehen.

Hochkarätige Referenten aus Europa und den USA

Insgesamt referieren bei dieser viertägigen Konferenz 50 hochkarätige Biomasse- und Energieexperten aus Deutschland, Schweden, Finnland, Belgien, Österreich, den USA sowie aus den neuen EU-Staaten wie beispielsweise Ungarn, Tschechien, Polen, Slowakei, Slowenien. Die Fachvorträge beleuchten aktuelle Fragen des Energiemarktes, die technologischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Wärme-, Strom- und Treibstofferzeugung aus Bioenergie sowie die Bedeutung der Bioenergie für die künftige Energieversorgung. Außerdem werden Strategien und Vorgaben der EU zur Forcierung der Bioenergie aufgezeigt. Zwei Tage sind der Besichtigung von praktischen Beispielen der Bioenergienutzung in der Steiermark und im Burgenland gewidmet. (Schluss)

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