Volkshilfe: Unter den Trümmern keimt Hoffnung

Wien (OTS) - Die Kinder brauchen unsere besondere Hilfe, um die schrecklichen Ereignisse verkraften zu können. Das berichten Präsident Josef Weidenholzer und Geschäftsführer Erich Fenninger aus Südindien.

Das Projektteam der Volkshilfe im Küstenabschnitt südlich von Chennai (Madras) im Distrikt Nagapattinam ist immer noch täglich mit den Schicksalen der leidgeprüften Menschen in den Dörfern der Region konfrontiert. Präsident Weidenholzer: "Wenn ein zweijähriges Kind Vater, Mutter und Geschwister verliert und keinerlei Verwandte mehr hat, dann ist es schwer, zur Tagesordnung der Hilfe überzugehen. Die Mitglieder der Dorfgemeinschaft kümmern sich rührend um den Buben. Auch das Schicksal eines elfjährigen Mädchens, das verwundet und behindert ist und Vater und Geschwister verloren hat, rührt uns sehr. Die Mutter ist so arm, dass sie nicht für das Mädchen sorgen kann. Hier können wir dank unserer SpenderInnen helfen, da kommt die Hilfe direkt an." Zwei Beispiele für eine Unzahl an menschlichen Schicksalen, die das Volkshilfe Team täglich erfährt. Bewundernswert ist, wie sch die Dorfgemeinschaft um die Kinder kümmert, die am schlimmsten unter den Folgen leiden.

Unter den Trümmern keimt Hoffnung

Für die Kinder ist eine möglichst rasche Rückkehr zu einem halbwegs "normalen" Tagesablauf besonders wichtig, um zumindest etwas Halt zu bekommen. Die Volkshilfe-HelferInnen fassen die Kinder in Seruthoor zwischen den Ruinen zusammen, um mit ihnen gemeinsam zu singen, zu spielen, zu zeichnen. Die MitarbeiterInnen beschäftigen die Kinder, um ihnen Halt zu geben und sie am Weg vom Schrecken in die Normalität zu unterstützen. Geschäftführer Erich Fenninger berichtete:"Gestern organisierte Volkshilfe-Koordinator Joe Velu ein kleines "Sportfest" für die Kinder und Jugendlichen. Zwischen den schwer beschädigten Häusern wurde ein Seil gespannt, um ein Volleyballturnier durchzuführen. Weiters wurde ein Wettbewerb für Kabbiti, ein indisches Nationalspiel, und Cricket ins Leben gerufen. So gelingt es den Kindern zumindest für einige Augenblicke, die traumatisierenden Erlebnisse vergessen zu können". Auch wenn diese Aktivitäten auf den ersten Blick seltsam erscheinen inmitten eines zerstörten Dorfes, umso wichtiger sind sie, um Kindern ein wenig das Gefühl von Normalität, Sicherheit und Halt geben zu können. Jugendliche, die bei den sportlichen Aktivitäten teilgenommen haben, erzählten in anschließenden Gesprächen von Verlusten ihrer Angehörigen. Ein enormer Ansporn, das Engagement der Volkshilfe hier in Seruthoor und den umliegenden Dörfern noch zu verstärken, um den Menschen Hoffnung zu geben.

Das Projektteam und Präsident Weidenholzer sind im Krisengebiet per Satelitentelefon erreichbar, Tel. 0676 834 02 300 (nicht von der österreichischen Nummer schrecken lassen). Die Zeitverschiebung in der Region beträgt + 4 Stunden. Interviewwünsche werden von der Presseabteilung gerne koordiniert.

Die Reise des Projektteams wird von der Firma Eurojobs Service Medical finanziert, einem international agierenden Personaldienstleister.

Rückfragen & Kontakt:

Volkshilfe Österreich
Erwin Berger
Mobil: 0676 83 402 215
Mag. Rainer Stoiber
Mobil: 0676 83 402 216

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