Grüne/Moser: BM Prölls Klimaschutz-Standards im Wohnbau bleiben auf halber Strecke stecken

Mit zu hohen Energiekennzahlen in neuer 15a-Vereinbarung wird Kyotoziel verfehlt

Wien (OTS) "Die von Minister Pröll festgelegten Energiekennzahlen in einer mit den Ländern geregelten 15a-Vereinbarung sind viel zu hoch angesetzt, damit wird das gesetzlich verankerte Kyotoziel verfehlt werden", kritisiert die Wohnungssprecherin der Grünen, Gabriela Moser. "Angesichts der massiven Zuwachsraten der Treibhausgase muten die neuen Kriterien für die Vergabe von Wohnbaufördermittel als ´Tröpferl´ auf den heißen Stein an. Die Festlegung der Energiekennzahl von 65 KWh bedeutet keineswegs einen Niedrigenergiehausstandard. In vielen Bundesländern werden diese Grenzwerte bereits seit einem Jahr beträchtlich unterschritten", so Moser weiter.

Besonders durch die Verschiebung des Starttermins der neuen Kriterien von 2004 auf 2005 sind die Grenzwerte in keiner Weise richtungsweisend und daher inakzeptabel. Die Förderanreize für die Altbausanierung sind äußerst unzulänglich. "Hier muss ein Klimaschutz-Schwerpunkt gesetzt werden, denn darin liegt das größte Energiespar- und Beschäftigungspotenzial. Eine tatsächliche Senkung der Emissionen ist nur im Altbestand, also durch thermische Sanierung möglich. Deshalb muss der Zielwert zur Erreichung der Einsparungen von 2010 auf 2008 vorverlegt werden", fordert Moser. Darüber hinaus muss es im Neubau das erklärte Ziel sein, dass die so zusätzlich bedingten Emissionen so weit wie möglich reduziert werden. "Auch in Anbetracht der neuerlichen Rüge durch die EU-Kommission über die verfehlten Klimaschutzziele Österreichs zur Erreichung des Kyoto-Protokolls ist es unerlässlich, strengere Mindestvereinbarungen zu vereinbaren", schließt Moser.

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