Rektoren fordern breite Diskussion des Hochschulzugangs

Wien (OTS) - Die Österreichische Rektorenkonferenz (ÖRK) sieht sich nach den heutigen Schlussanträgen von EuGH-Generalanwalt Francis Jacobs in ihrer Haltung bestätigt. Die angesprochenen Zugangsbeschränkungen für ausländische Studierende an österreichischen Universitäten machen den Handlungsbedarf des Bildungsministeriums deutlich.

Dies wird auch durch die hohe Zahl von potenziellen Medizinstudenten aus Deutschland unterstrichen, die nach dem zu erwartenden Urteilsspruch des EuGH nach Wien, Graz und Innsbruck strömen könnten. Wie aus der jüngsten Statistik der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund hervorgeht, wurden von 33.936 Bewerberinnen und Bewerbern im Wintersemester 2004/05 für ein Medizinstudium an deutschen Universitäten nur 10.615 Studierwillige zugelassen. 23.321 Personen wurden als Folge des in Deutschland für das Medizin-Studium geltenden Numerus clausus abgewiesen. Nach Auskunft der ZVS wird trotz der Beschränkungen eine steigende Tendenz bei der Zahl der Bewerbungen registriert, weshalb auch für das nächste Studienjahr ein ungebrochenes Interesse und daher mit einer Zahl von weit mehr als 20.000 abgewiesenen deutschen Medizinstudierenden zu rechnen ist.

Die ÖRK erwartet vom Bildungsministerium eine offene, breit angelegte Diskussion der Thematik.

Mag. Heribert Wulz
Generalsekretär der Österreichischen Rektorenkonferenz

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