Morak zu Hans Gratzers Tod: Ein Radikaler in künstlerischen Ansprüchen, auch an sich selbst

Wien (OTS) - "Sein Platz in der Wiener Theaterszene wird leer bleiben. Ein Theatermensch voll Phantasie mit soviel Liebe für die Sache hinterlässt eine Lücke in der Wiener Theaterlandschaft", reagierte Staatssekretär Franz Morak betroffen auf den Tod von Hans Gratzer.

"Hans Gratzer hat die Theaterszene in Österreich mit Gründung des Schauspielhauses so nachhaltig geprägt und verändert, dass diese Veränderungen in jeder Theatergeschichte und der Zukunft ihren Platz erhalten werden. Seine Art Theater zu machen war atemberaubend, er brachte einen neuen Schauspielstil ein. Er scheute nie die Herausforderung, er blieb stets in Bewegung, wollte nicht stehen bleiben", würdigte Staatssekretär Franz Morak den Theatermann.

"Hans Gratzer ist es gelungen, in seinem Theaterlaboratorium von internationalem Niveau einen unverwechselbaren Stil körperintensiver Ausdruckskunst zu entwickeln und sein Experimentieren mit neuen Spielformen führte ihn immer näher zum Musiktheater. Österreich hat einen begeisterten und begeisternden Bühnenkünstler verloren, einen radikalen in künstlerischen Ansprüchen, auch an sich selbst, der aber seine künstlerischen Weggefährten mit wahrer Menschenliebe und Herzlichkeit verwöhnte", schloss Morak.

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