ARBÖ: Die Tage der rubinroten Vignette sind gezählt

In elf Tagen (gerechnet ab Freitag) beginnt die mintgrüne Vignetten-Ära

Wien (OTS) - Die Tage der rubinroten Vignette sind gezählt. Sie gilt nur noch bis 31. Jänner 2005. Ab 1. Februar - in elf Tagen -beginnt die mintgrüne Vignetten-Ära, ruft der ARBÖ in Erinnerung.

Erhältlich sind alle Vignettenvarianten in den 95 ARBÖ-Dienststellen (94 Prüfzentren plus ARBÖ Generalsekretariat in der Wiener Mariahilfer Straße 180). Zu kaufen gibt es die Jahresvignette auch in Trafiken und bei Tankstellen. Die Preise sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben: Jahresvignette für Pkw 72,60 Euro, für Motorräder 29,- Euro. Wichtig ist es, den Vignettenabschnitt (Allonge) unbedingt aufzuheben. Nur damit kann eine Gratis-Ersatzvignette beschafft werden, sollte die Windschutzscheibe etwa durch Unfall, Steinschlag oder sonstige Umstände zu Bruch gehen. Der ARBÖ ist seinen Mitgliedern in diesem Fall behilflich.

Nur maximal zwei Vignetten

Auf der Windschutzscheibe dürfen gleichzeitig nur maximal zwei österreichische Vignetten kleben. Ausländische Vignetten dürfen aber dazukommen. Es gibt keine gesetzliche Bestimmungen, dass nur eine bestimmte Anzahl an Pickerln auf der Windschutzscheibe kleben darf. Allerdings stellt es nach der Prüf- und Begutachtungsstellenverordnung (PBStV) einen schweren Mangel dar, wenn das Hauptsichtfeld durch "stark behindernde Aufkleber" eingeschränkt ist. Als Faustregel für eine starke Behinderung gilt, wenn 10 Prozent des Hauptsichtfeldes verklebt sind.

Wenn die Windschutzscheibe kalt oder gefroren ist, sollte die alte Vignette nicht abgelöst, sondern die Scheibe vorher erwärmt (Autoheizung) werden. Hilfreich dabei ist der ARBÖ-Pickerlschaber, den man ebenfalls in allen ARBÖ-Dienststellen kaufen kann.

Am Auto muss die Vignette gut sichtbar auf der Windschutzscheibe aufgeklebt sein. Theoretisch könnte man sie auch auf der linken vorderen Seitenscheibe anbringen, allerdings nur dann, wenn diese nicht versenkbar ist. Die Vignette muss von außen jedenfalls kontrollierbar sein, das heißt, sie darf auch nicht hinter Tönungsstreifen verschwinden. Am Motorrad darf die Vignette nur auf Fahrzeugteilen angebracht werden, die nicht leicht austauschbar sind (zum Beispiel auf der Fahrzeuggabel).

Die optimale Klebe-Temperatur liegt bei zirka plus fünf Grad Celsius. Ist es kälter, sollte in der Garage geklebt oder vor dem Aufkleben die Scheibe mittels Autoheizung aufgewärmt werden. Beim Aufkleben muss die Windschutzscheibe trocken, sauber und vor allem fettfrei sein.

Erinnerungsgebühr für Vergessliche

Wer ohne Vignette erwischt wird, muss als "Erinnerungsgebühr für Vergessliche" eine Ersatzmaut in der Höhe von 120 Euro zahlen. Diese Ersatzmaut gilt aber nur bis Mitternacht des folgenden Tages. Spätestens dann muss eine neue Vignette angeschafft und geklebt sein! Wer danach noch immer ohne gültiges Mautpickerl erwischt wird, dem drohen Strafen bis zu 4.000 Euro. Wichtiger Tipp: Wer die neue Vignette nicht aufklebt, sondern nur mit sich führt, muss ebenfalls Ersatzmaut zahlen.

Neben Polizei und Gendarmerie kontrollieren auch die Mautaufsichtsorgane der ASFINAG die Vignetten der Pkw, erinnert der ARBÖ.

Achtung: Die Vignettenpflicht gilt auch für Autobahnraststätten

Eine Vignette braucht man unbedingt auch dann, wenn man über eine Bundesstraße zu einer Autobahnraststätten oder -tankstelle gelangt. Der Verwaltungsgerichtshof hat dies bereits im April 2002 entschieden, dass die Vignettenpflicht auch für die Betriebe gilt. Der ARBÖ kritisiert vor allem, dass dadurch nicht nur die Kraftfahrer, sondern auch die Mitarbeiter all jener Tankstellen, Raststätten und Betriebe, die bisher ohne Vignette ihre Arbeitsstätte erreichen konnten, kräftig zur Kasse gebeten werden.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Sieglinde Rernböck
Tel.: (++43-1) 89121-244
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0001