FWF und FFG überbrücken die Förderlücke

Erste gemeinsame Ausschreibung für Projekte an der Schnittsstelle zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung

Wien (OTS) - Unter dem Titel "BRIDGE" starten der
Wissenschaftsfonds FWF und die Österreichsche Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) erstmals eine gemeinsame, akkordierte Ausschreibung in zwei Programmlinien. Damit soll die seit langem bemängelte Förderlücke an der Schnittstelle zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung geschlossen werden. Die FFG wird heuer in ihrer BRIDGE-Programmlinie für zwei Ausschreibungen insgesamt zehn Mio. Euro zum Einsatz bringen, der FWF setzt für seine Programmschiene heuer ein Jahresbudget von fünf Mio. Euro an.

Ziel der Kooperation ist es, alle Potenziale in jenen Forschungssegmenten auszuschöpfen, die vielleicht bisher weder dem Förderungsprofil des Wissenschaftsfonds noch jenem der auf die wirtschaftsnahe Forschung ausgerichteten FFG entsprachen. Beide Förderungsinstitutionen setzen daher einen besonderen Förderungsakzent in jenem Bereich, wo sich Grundlagenforschung und angewandte Forschung berühren und überlappen.

"Translational Research" und "Brückenschlag"

Der FWF hat von seiner Seite das Programm "Translational Research" entwickelt, in dem schon im vergangenen Jahr eine erste Ausschreibung erfolgt ist. Dieses Programm zielt auf die Förderung von orientierter Grundlagenforschung an der Schnittstelle zur angewandten Forschung. Angesprochen wird jene Grundlagenforschung, die auf ein konkretes Anwendungsziel oder eine wirtschaftliche oder gesellschaftliche Nutzenperspektive ausgerichtet ist, dabei aber noch keinen erwerbsorientierten Finanzierungspartner hat. Antragsberechtigt sind in Österreich arbeitende Einzelforscherinnen und Einzelforscher.

Die FFG ihrerseits setzt ihr neues "Brückenschlagsprogramm" ein, das die Weiterentwicklung und Verwertung von Erkenntnissen der Grundlagenforschung für wirtschaftliche Anwendungen verfolgt. Gefördert werden darin Projekte im Grundlagenstadium, die aber bereits ein realistisches Verwertungspotenzial erkennen lassen, sodass auch Firmen bereit sind, sie mitzufinanzieren und daran teilzunehmen. Antragsberechtigt sind Konsortien mit zumindest je einem Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Die akkordierten Ausschreibungen in beiden Programmlinien starten am 20.Jänner und laufen bis 31.März 2005. Die Förderungsentscheidung über die eingereichten Projekte fällt ein von FFG und FWF gemeinsam eingerichteter Fachbeirat auf der Basis internationaler Gutachten.

Die FFG hatte für das Brückenschlagsprogramm im vergangenen Jahr auf Empfehlung des Forschungsrats eine Dotation aus der Nationalstiftung von fünf Mio. Euro erhalten. Für 2005 und 2006 wurden ihr jeweils weitere fünf Mio. Euro zugesagt. Ebenso wurden dem FWF für die Fortführung des Translational-Research-Programms aus den Mitteln der Technologie-Offensive für heuer und für 2006 je fünf Mio. Euro zuerkannt. Im vergangenen Jahr hatte der FWF in diesem Programm eine erste, mit 4,5 Millionen Euro dotierte Ausschreibung durchgeführt. Diese stieß auf außerordentliche Resonanz und war mit Einreichungen fast zehnfach "überzeichnet".

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