LR Dr. Stöger fordert menschliche Vorgangsweise der Krankenkassen bei medizinisch begründetem Schwangerschaftsabbruch

Linz (OTS) - "Die Menschlichkeit muss bei solchen Entscheidungen absolut im Vordergrund stehen", fordert Oberösterreichs Frauen- und Gesundheitslandesrätin Dr. Silvia Stöger bei der Frage der Kostenübernahme durch die Krankenkassen in Fällen eines medizinisch begründeten Schwangerschaftsabbruchs.

Das gilt insbesondere für den jetzt in Oberösterreich aufgetretenen konkreten Anlassfall, bei dem sich ein Ehepaar für den Schwangerschaftsabbruch entschieden hatte, nachdem die Mediziner dem Ungeborenen keine Lebenschance gegeben hatten, die Sozialversicherungsanstalt der Bauern aber dennoch nicht die Kosten tragen will. "Eine Frau wird durch die Tatsache, dass sie weiß, dass sie das Kind in ihrem Leib mangels Überlebensfähigkeit eigentlich schon verloren hat, ohnehin schon extrem psychisch belastet. Dass die Frau dann auch noch finanziell bestraft wird, wenn sie einen nicht lebensfähigen Fötus austrägt, ist frauenverachtend und unmenschlich", kritisiert Stöger. "Ich fordere die Krankenkasse auf, die Kosten zu übernehmen. Die Krankenkasse hat im Interesse ihrer Versicherten zu handeln statt sich auf juristische Spitzfindigkeiten zurückzuziehen."

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