Schweitzer: "Schulautonomie zum Leben erwecken und vernünftige Schulpolitik sichern"

Wien (OTS) - Staatssekretär Mag. Karl Schweitzer betonte in der derzeitigen Debatte rund um die Schulpolitik, dass ein umfassendes Gesamtkonzept, welches über punktuelle Ansätze hinausgehe, unerlässlich sei. In diesem Sinne werde er rechtzeitig vor dem Reformdialog am 14. Februar 2005 ein umfassendes freiheitliches Bildungskonzept präsentieren.

Schweitzer kündigte folgende inhaltliche Schwerpunkte und Eckpfeiler an:

Das Modell einer gemeinsamen Schule der 10 bis 14-Jährigen mit anschliessendem Berufsfindungsjahr anstelle des Polytechnikums. Ein flächendeckendes Angebot von freiwilliger Nachmittagsbetreuung unter besonderer Berücksichtigung eines verstärkten Angebots von Bewegungseinheiten und Einbindung der örtlichen Sportvereine. Eine bessere pädagogische und didaktische Ausbildung von Lehrern sowie ein Mindestmaß an verpflichtender Fort- und Weiterbildung als absolutes "Muss". Hier könne sich der Staatssekretär auch vorstellen, dass sich zusätzliches Engagement von Lehrern in einem leistungsbezogenem Gehaltsschema wiederspiegle und eine solide Basis für künftige Karrieresprünge bilde.

Dringenden Handlungsbedarf sehe er zudem bei der politischen Bestellung der Direktoren, welche es in dieser Form künftig nicht mehr geben solle. Schweitzer präferiere das Modell der Schulmanager -d.h. der zeitlich befristet bestellten Schulleiter der Zukunft. Man müsse sich, so Schweitzer, "von den veralteten Strukturen lösen und die Schulen mit Bildungsunternehmen gleichsetzen". Die Schulleiter hätten sich um eine unverwechselbare "Corporate Identity" und das bestmögliche Schulprofil zu bemühen, so die Vision des Staatssekretärs. Die Notwendigkeit zur Entpolitisierung bestehe auch im Schulaufsichtswesen. Schweitzer trete in diesem Zusammenhang für die Abschaffung der Landes- und Bezirksschulinspektoren ein, denen Fachkoordinatoren folgen sollen. Letzte Punkte betreffen die regionale Entscheidungsfreiheit, mehr Autonomie für Schulen im inhaltlichen Bereich sowie die Abschaffung der 2/3 Mehrheit bei Schulgesetzen. Ziel sei, die "Schulautonomie zum Leben zu erwecken", schloß Schweitzer.

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