Landauer: Ausbildungs-Notstand in den Wiener Gemeindespitälern

Hälfte der Spitäler haben keine Ausbildungsberechtigung

Wien (OTS) - Wien, 19.01.05 (fpd) - Das Wiener Gesundheitswesen steht bei der Ausbildung der Turnusärzte vor einem Scherbenhaufen. Aktuellen Informationen zu Folge hat die Ärztekammer der Hälfte der Wiener Gemeindespitäler die Berechtigung für die Ausbildung zum Arzt der Allgemeinmedizin entzogen. Laut einer internen Studie des KAV (Krankenanstaltenverbund) werden zudem 77 Prozent der Turnusärzte nicht von fertig ausgebildeten Ärzten geschult sondern lediglich von Turnusärzten, machte FPÖ-Stadträtin Karin Landauer aufmerksam.

Gesundheitsstadträtin Brauner schweigt zu dieser Bankrotterklärung. Der noch amtierende KAV-Generaldirektor Hauke scheint ebenfalls nicht gewillt, einen Finger gegen den Ausbildungsnotstand zu rühren. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die SPÖ-Gesundheitspolitik und der KAV Schuld an der Kostenexplosion des Wiener Gesundheitswesens sind. Die schlecht oder teilweise gar nicht ausgebildeten Turnusärzte, die eine Praxis für Allgemeinmedizin eröffnen, sind gegenüber ihren Patientinnen und Patienten äußerst unsicher und in der Diagnose bisweilen inferior. Sie schicken diese daher zum Facharzt, ins Spital oder einfach unbehandelt nach Hause.

Der Ausbildungs-Notstand in den Spitälern der Stadt Wien erfordert sofortige Gegenmaßnahmen. Gesundheitsstadträtin Brauner soll daher bis spätestens Ende Jänner einen Turnusärzte-Gipfel im Wiener Rathaus einberufen, fordert Landauer abschließend. (Schluss)eum

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