Wien-Tourismus: Destinationsmarketing nicht nur für 2005

Wien (OTS) - Wie Tourismusdirektor Mag. Karl Seitlinger beim heutigen Pressegespräch berichtete, hat der Wien-Tourismus im "Jahr nach dem Rekord" sein Marketing-Budget gegenüber dem Vorjahr um 400.000 Euro auf 11,5 Millionen Euro erhöhnt und finanziert damit nicht nur Aktivitäten, die sich aufs laufende Jahr auswirken, sondern investiert auch kräftig in die unmittelbare und weitere Zukunft. Dazu gehört nicht nur die massive Bewerbung des kommenden Mozart-Jahres:
Verstärkung der Kundennähe, spezielles Kongressmarketing für den Hochsommer, Studien über Kongresse und Billigflieger, Hebung des Tourismusbewusstseins in Wien sind nachhaltige Maßnahmen, die über 2006 hinausweisen, ebenso ein zukunftsträchtiges Projekt zur Zusammenarbeit mit Bratislava. Unter Zukunftsvorsorge fallen auch die nachdrücklichen Bemühungen um eine Erhöhung des Budgets der Österreich Werbung.

Um Wiens ausgezeichnete Position im internationalen Städtetourismus nicht nur heuer, sondern auch für die folgenden Jahre auszubauen, hat der Wien-Tourismus sein Marketing-Budget beträchtlich erhöht und setzt 2005 insgesamt 11,5 Millionen Euro (um 400.000 Euro mehr als 2004) ein. - Langjährig bewährte Maßnahmen werden systematisch und forciert fortgesetzt: auflagenstarke Printwerbung, Kooperationen mit der heimischen und ausländischen Tourismusindustrie, Produktplatzierung mit Partnern aus der Konsumgüterindustrie und dem Dienstleistungssektor in vielen Ländern, Messeauftritte und Workshops für die Reise-Branche sowie effiziente Stimulierung der Wien-Berichterstattung internationaler Medien. Zusätzlich soll der für Wien günstige aktuelle Trend aber auch mit zukunftsorientierten Strategien auf allen Ebenen längerfristig erhalten werden.

Verstärkte Kundennähe medial und inhaltlich & mehr Kongresse im Sommer

Um den potenziellen Gast künftig noch stärker anzusprechen, wird ab heuer in zehn europäischen Märkten und den USA zusätzlich zu den Kampagnen in Printmedien ein systematischer Marketing-Schwerpunkt im Internet gesetzt. Er reicht von Bannerwerbung über gratis abonnierbare Newsletters bis zur Optimierung von Wiens Platzierung in Suchmaschinen. Inhaltlich soll noch näher ans Zielpublikum herangerückt werden, indem man den Content der Werbung sowie die Produktgestaltung laufend den Gästewünschen anpasst. Auskunft über diese liefert in zwei Befragungswellen pro Jahr das seit August 2004 eingesetzte Gästebefragungs-Instrument "Tourismus-Monitor Austria". Wie man von Billigfluglinien noch stärker profitieren kann, sollen die Ergebnisse einer Studie zeigen, die der Wien-Tourismus gemeinsam mit Amsterdam Auftrag gegeben, hat.

Für die Reiseindustrie der GUS wird heuer erstmals ein Workshop nach dem erfolgreichen Konzept von "Asia meets Vienna" organisiert:
Zu "Russia meets Vienna" werden sämtliche große Reiseveranstalter der GUS - es sind etwa zwei Dutzend - nach Wien geladen, um das touristische Angebot der Stadt persönlich zu erleben und Kontakte zur Wiener Anbietern auszubauen. Das Vienna Convention Bureau im Wien-Tourismus richtet besonderes Augenmerk auf eine Erhöhung des Kongresstourismus im Juli und August und hat mit dieser Strategie innerhalb nur weniger Monate schon beachtliche Erfolge erzielt: Für 2005 bis 2008 sind im Hochsommer bereits zehn Kongresse mit über 8.000 Teilnehmern fixiert, die rund 30.000 Nächtigungen bringen. In Kürze kommt auch ein neues Kongressvideo zum Einsatz, und im Frühling wird eine Studie erstmals Daten zur Wirtschaftlichkeit der Firmentagungen in Wien liefern.

Massive Mozart-Kampagne um 1,1 Millionen Euro

Prominenten Stellenwert nimmt im heurigen Marketing das Mozart-Jahr 2006 ein. Die diesbezüglichen Aktivitäten erfolgen vorwiegend gemeinsam mit der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft, der Tourismus Salzburg GmbH und der ÖW, mit denen sich der Wien-Tourismus zur ArGe Mozart 2006 zusammengeschlossen hat. Unterstützt wird diese Marketing-Gemeinschaft von Austrian Airlines. Das Gesamtbudget der ArGe Mozart für 2005 und 2006 beträgt 2,3 Millionen Euro. Heuer werden davon 1,1 Millionen - hauptsächlich für Publikumswerbung in zehn europäischen Märkten, den USA und Japan -eingesetzt. Die Betreuung der Reiseindustrie und Medien erfolgt bei rund 40 Veranstaltungen für die Reisebranche in 21 Ländern und mehr als 20 Pressenkonferenzen mit prominenten "key note speakers" in 15 Ländern.

Kooperationen: Kampagne mit Stadt Wien und Projekt mit Bratislava

Das Tourismus-Bewusstsein der Wienerinnen und Wiener ist dem Wien-Tourismus ein großes Anliegen. Um den Stellenwert von Wiens Tourismus als Wirtschaftsfaktor, dessen Florieren allen EinwohnerInnen zugute kommt, entsprechend darzustellen, führt er in Zusammenarbeit mit dem Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (PID) eine Insertionskampagne durch. In Hinblick auf die angestrebte engere Zusammenarbeit mit Partnern in der Vienna Region wurde ein aussichtsreiches Projekt mit Bratislava gestartet: Die slowakische Hauptstadt will völlig neue Strukturen und Strategien für ihr touristisches Informationssystem entwickeln, dabei soll der Wien-Tourismus als Partner sein Know-how zur Verfügung stellen. Das Vorhaben hat gute Chancen, von der EU im Rahmen ihrer "Interreg Projects" gefördert zu werden, und die Kooperation mit Bratislava wäre eine hervorragende Basis für eine gemeinsame Vermarktung beider Städte in geeigneten Märkten als nächster Schritt.

Mehr ÖW-Budget dringend gefragt

Bei der Verfolgung des Wiener Tourismus-Konzepts 2010, mit dem Wiens jährliche Nächtigungen innerhalb der nächsten sechs Jahre auf 10 Millionen gesteigert werden sollen, ist die Internationalisierung der österreichischen Tourismuswerbung ein wesentlicher Faktor. Die der Österreich Werbung zur Verfügung gestellten Budgetmittel reichen allerdings nicht aus, neben den unverzichtbaren traditionellen Märkten auch neue, zukunftsträchtige Länder, etwa in Zentral- und Osteuropa oder Asien (insbesondere im Mittleren Osten oder China) effizient zu bearbeiten. Daher hat sich die aus den Vertretern der gesamten Tourismuswirtschaft Wiens und affiner Bereiche zusammengesetzte Strategiegruppe des Wien-Tourismus in einem Brief an Bundesminister Dr. Martin Bartenstein und den Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl, gewandt. Darin bittet sie um deren massive Unterstützung dafür, das Budget der ÖW aus den angeführten Gründen um 10 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen. (Schluss) wtv

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Vera Schweder
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