Windkraftwachstum geht weiter: 600 Megawatt am Netz

2004 wurden 192 Megawatt Windkraft um 211 Mio. Euro neu errichtet - über 200 weitere Megawatt wurden genehmigt

Wien (OTS) - Im letzten Jahr wurden 108 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 192 Megawatt (MW) in Österreich neu errichtet und dabei 211 Mio. Euro investiert, berichtet die IG Windkraft -Interessengemeinschaft der Windkraftbetreiber und -hersteller Österreichs - in ihrer positiven Jahresbilanz für 2004. Insgesamt konnte damit die 600 MW-Grenze bei der Windkraft in Österreich überschritten werden. Derzeit sind 424 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 606 MW am Netz und produzieren knapp 1,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) sauberen Ökostrom. Das entspricht ca. 2 % des österreichischen Gesamtstromverbrauchs bzw. dem Verbrauch von 350.000 Haushalten.

Erfreulich ist auch die Bilanz der verwaltungsrechtlichen Genehmigungen im alten Jahr: Projekte im Ausmaß von über 100 Anlagen, bzw. 200 MW, konnten vor 31.12.2004 genehmigt werden und können nach der Rechtslage der alten Einspeisetarifverordnung in den nächsten eineinhalb Jahren errichtet werden.

"Wir können auf ein gutes Jahr für die Windkraft zurückblicken", resümiert Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft. Nach dem Rekordjahr 2003 konnten auch heuer wieder über 100 Windkraftanlagen errichtet werden. "Die Investitionssumme in der Höhe von 211 Mio. Euro beweist, dass der Wille, in saubere Stromproduktion zu investieren, nach wie vor ungebrochen ist. - Ein wichtiger Impuls für die heimische Wirtschaft." Schon bei der Errichtung fließt knapp ein Drittel der Investitionskosten, also 60 bis 70 Mio. Euro, in die heimische Wirtschaft. Über die gesamte Lebensdauer der Anlagen verdienen die österreichischen Wartungsfirmen nochmals rund 200 Mio. Euro für Instandhaltung und Wartung der Anlagen. Durch die Errichtungen der 108 Anlagen im Jahr 2004 wurden ca. 950 Jahresarbeitsplätze geschaffen, zusätzlich sind über die nächsten 20 Jahre 190 Arbeitsplätze durch den Betrieb langfristig gesichert.

Für die über 200MW, die genehmigt und zur Errichtung bereit stehen, ist nochmals mit einem Investitionsvolumen von deutlich über 220 Mio. zu rechnen.

Durch die Stop-and-go-Politik der Regierung ist für Anlagen, die derzeit noch vor der Genehmigung stehen, allerdings völlig ungewiss, wie die wirtschaftlichen Grundlagen ausschauen werden. Eine Nachfolgeregelung für die bis Ende 2004 geltende Einspeisetarifverordnung ist nach wie vor überfällig. Gerade im Hinblick auf ein kontinuierliches Wachstum der Zukunftsbranche Windkraft und der gesamten Ökostrombranche sowie für die Erreichung des EU-Ziels von 78,1 Prozent Erneuerbare Energie bis 2010 ist eine rasche Nachfolgeregelung unerlässlich.

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