Jank: TU-Absiedlung schwächt Standort Wien

Wien (OTS) - "Bei allem Verständnis für die Verärgerung der Leitung der TU Wien über den schlechten Zustand einiger ihrer Ausbildungs- und Forschungsstätten: eine Abwanderung strategisch wichtiger Fakultäten von Wien nach Tulln bedeutet eine Schwächung des Wirtschaftsstandortes und ist daher unbedingt zu verhindern", erklärt die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank.

Gerade die genannten Absiedlungskandidaten Elektrotechnik und Chemie sind Schlüsselbranchen des Wiener Technologiesektors. Knapp 40 Prozent der Wiener Industriebeschäftigten arbeiten in diesen beiden Bereichen. Gerade diese Betriebe brauchen die ohnehin in Wien noch zu schwache direkte Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Alle Erfahrungen zeigen, dass räumliche Nähe und persönliche Kontakte entscheidende Faktoren für Erfolg und Misserfolg von Technologiekooperationen sind. Auch ein allfälliger Neubau sollte daher jedenfalls am Standort Wien erfolgen. Schon allein aus Kosten-und Effizienzüberlegungen ist eine Ansiedlung zweier Fakultäten außerhalb Wiens zu hinterfragen.

Gerade die Wirtschaftskammer Wien arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit der TU-Wien zusammen. Internationale Investoren schätzen das Know-how der TU Wien sehr. Eine Verlegung wäre daher auch unter dem Aspekt der Bemühungen um Ansiedlungen das falsche Signal. "Ich fordere daher Bund und Land auf, rasch ein geeignetes Standortkonzept für die TU in Wien zu entwickeln und alles daran zu setzen, dass das Universitätszentrum Wien nicht geschwächt wird. Die WKW ist wenn notwendig jederzeit bereit, hier zu vermitteln", so Jank.

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Wien
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 51450-1320
http://www.wko.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WHK0001