Dokumentation "Things.Places.Years": Subtiler Nachhall auf Shoa

Wien (OTS) - Die am Donnerstag Abend (20.1.) im Wiener Top-Kino startende Dokumentation "Things.Places.Years" von Simone Bader und Jo Schmeiser ("Klub Zwei") beschäftigt sich mit dem Leben von zwölf jüdischen Frauen, die großteils als Erwachsene oder als Kinder aus dem nationalsozialistischen Wien des Jahres 1938 nach London flüchten konnten. Dreh- und Angelpunkt dieser sehr behutsam, sehr konzentriert-inszenierten 70minütigen Dokumentation, die in London spielt, ist das Nachwirken des Holocaust über die Generationen hinweg. Erste Recherchen und Interviews wurden im November 2000 bis Februar 2001 gemacht. Bemerkenswert an den interviewten Frauen, die großteils als Verlegerin, Kustodin oder etwa Wissenschafterin im Londoner künstlerisch-wissenschaftlichem Milieu tätig sind und waren, sind die sehr unterschiedlichen Positionierungen zur eigenen jüdischen Identität. Zwischen bewusster Annahme und als zufällig angenommene Tradition pendeln die Antworten hin und her. Auch auf die Frage nach ihrer Einschätzung zu Österreich und Wien fallen die Antworten unterschiedlich, großteils jedoch reserviert aus. Darüber hinaus leistet die auch von der Stadt Wien finanziell unterstützte Dokumentation "Things.Places.Years" einen Beitrag zu einer bisher eher unterbelichtet gebliebenen weiblichen Erinnerungskultur an den Nachwirkungen des Holocaust.

Der Film läuft von Donnerstag (20.1.) eine Woche ab 19.00 Uhr im Top-Kino. Vom 29.1. bis 4.2. ist der Film an derselben Adresse ab 21.00 Uhr zu sehen.

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