SJÖ zu Zivildienst: FPÖ und ÖVP bunkern sich ein

Frage der Verkürzung und des Verpflegungsgeldes zeigen, ob Regierungsparteien zu Veränderungen bereit sind

Wien (OTS) - =

Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), kritisiert im Zuge der Zivildienst-Reformkommission FPÖ und ÖVP, dass sie in der Frage der Zivildienstverkürzung zu keiner echten Bewegung bereit sind. "Die Regierungsparteien wehren sich mit fadenscheinigen Argumenten gegen eine Gleichstellung von Zivil- und Präsenzdienern und eine Verkürzung des Zivildienstes auf sechs Monate bei einer gleichzeitigen Verkürzung des Wehrdienstes. Auf dem Rücken der Zivildiener soll offenbar das Geld eingespart werden, das wir für Abfangjäger und ministerielle Flugtickets brauchen", so Dvorak am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Neben der Frage der Zivildienstlänge steht für Dvorak die Frage des Verpflegungsgeldes im Vordergrund: "Da wird sich entscheiden, ob das Hohelied, das die ÖVP auf die gesellschaftliche Funktion des Zivildienstes singt, auch in der Realität Auswirkungen hat. Wenn junge Menschen schon staatlichen Zwangsdienst in unverhältnismäßiger Dauer ableisten müssen, so ist es das Mindeste, dass ihr Unterhalt gewährleistet ist."

Dvorak betonte abschließend, dass die Sozialistische Jugend bei ihren Forderungen bleiben wird. Auch dem Vorschlag zur Erhöhung der Grundpauschale kann Dvorak viel abgewinnen. "Wir fordern eine Verkürzung auf sechs Monate und die Erhöhung des Verpflegungsgeldes auf mindestens 13,60 Euro pro Tag. Sollte keine dieser beiden Forderungen durchgehen, so kann man getrost sagen, dass in dieser Kommission die Belange der Zivildiener dank der Regierungsparteien keinerlei Beachtung gefunden haben." (Schluss) cs

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