SJÖ: Stefanie Vasold zur Frauensprecherin wiedergewählt

Frauenministerin soll anfangen zu arbeiten!

Wien (SK) Stefanie Vasold wurde am Sonntag, den 16. Jänner 2005, bei der Frauenkonferenz der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) zur Bundesfrauensprecherin wiedergewählt. Vasold ist 24 Jahre alt und seit Frühjahr 2001 Vorsitzende der Frauenkommission. Vasold resümierte am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst die frauenpolitische Arbeit der letzten Jahre durchaus positiv:
"Innerhalb der letzten drei Jahre ist es uns gelungen, kontinuierliche frauenpolitische Arbeit zu leisten. Neben zahlreichen internen Bildungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen waren wir mit unseren Kampagnen auch in der Öffentlichkeit sehr präsent. Außerdem haben wir mit Medien- und Straßenaktionen auf alle wichtigen frauenpolitischen Ereignisse reagiert," so Vasold am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Vasold betrachtet es als zukünftige Aufgabe der SJÖ, weiterhin so stark auf die Bereiche aufmerksam zu machen, in denen Frauen benachteiligt sind und ausgebeutet werden: "Beispiele lassen sich hier genug finden. Dringenden Handlungsbedarf gibt es vor allem in den Bereichen Frauenarbeit und Gewalt gegen Frauen. Gerade im Bezug auf den Arbeitsmarkt gilt es, endlich die über 100 Jahre alte Forderung ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit' umzusetzen und die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen zu fördern. Es gibt eine Fülle an gesetzlichen und praktischen Maßnahmen, die endlich angegangen werden müssten."

Vasold richtet diese Botschaft in erster Linie an Frauenministerin Rauch-Kallat, die bisher vor allem durch Untätigkeit und Schweigen zu den wesentlichen Themen aufgefallen ist: "Frau Rauch-Kallat scheint mit der Funktion Frauenministerin nichts anzufangen wissen. So kürzt die Regierung z.B. die Budgets für Helplines für Frauen in Not, statt aktiv gegen Gewalt an Frauen einzutreten. Jeden Monat werden durchschnittlich zwei Frauen von ihren Lebenspartnern ermordet. Schätzungsweise 150.000 bis 300.000 Frauen werden jährlich missbraucht. Das müsste eigentlich den Verantwortlichen zeigen, dass es hier mehr als notwendig ist, endlich einzugreifen."

Für Vasold hat das Jahr 2005 gerade 30 Jahre nach Inkrafttreten der Fristenregelung einen wesentlichen Symbolcharakter. "30 Jahre später präsentiert sich die Situation der Frauen in Österreich bei weitem nicht so rosig, wie es vor allem von männlichen Protagonisten gerne dargestellt wird. Von faktischer Gleichstellung sind wir noch weit entfernt. Alle, die etwas anderes sagen, verbreiten Unwahrheiten. In allen Bereichen müssen wir darum kämpfen, dass bereits Erreichtes von dieser Regierung nicht wieder rückgängig gemacht wird, obwohl es so viele zusätzliche Maßnahmen bräuchte, um den Frauen in ihrer Lebenssituation zu helfen. Unsere Stimme gilt jedenfalls weiterhin den Frauen", so Vasold abschließend. (Schluss) up/mp

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