Martinz: Kulturreferent übernimmt Kulturagenden

Landeshauptmann und Kulturlandesrat für die Seebühne schon bisher verantwortlich

Klagenfurt (OTS) - "Wenn der Landeshauptmann jetzt draufkommt,
dass er die Seebühne an sich und ins Kulturreferat ziehen will, drängt sich die Frage auf, wer denn bisher dafür zuständig gewesen ist", wunderte sich heute LR Josef Martinz. Auch dass der seit Jahren für die monströsen Missstände verantwortliche Kulturreferent jetzt den Retter der Seebühne spielen wolle, sei bühnenreif. "Wer in diesem Land hat mehr Verantwortung für die Seebühne als Haider?", fragt Martinz. Haider solle nicht so tun, als wäre die Seebühne bisher spurlos an ihm vorübergegangen. Immer wieder habe er sich dieser Idee gerühmt, habe alle Entscheidungen getroffen und sei deshalb auch politisch verantwortlich.

Für ihn, Martinz, habe sich die tragische Entwicklung rund um die Seebühne seit Herbst abgezeichnet. "Immer wieder habe ich darauf hingewiesen, dass die Vorgangsweise nicht in Ordnung ist. Jetzt sieht auch Koalitionspartner Ambrozy, welches Laientheater sich auf der und um die Seebühne abgespielt hat", so Martinz.

Da die Fakten nun auf dem Tisch liegen würden, wäre der Landeshauptmann laut Martinz gut beraten, ihnen auch ins Auge zu blicken. "Was Kärnten nicht braucht, sind ständig neue Ausflüchte. Die Seebühne ist laut Prüfbericht wirtschaftlich ein Fall für den Konkursrichter und künstlerisch ein U-Boot statt ein Flaggschiff. Daran ist nicht zu rütteln", sagt Martinz.

Er erneuere seine Forderung, dass im Sommer 2005 die Seebühne nicht bespielt werde, da die Reiseveranstalter jetzt bereits die Verträge für 2006 abschließen und Kärnten wieder einmal hintennach hüpfe. Auch verwehrte sich Martinz gegen die Auflösung der Seebühnengesellschaft, weil damit auch der Aufsichtsrat als Kontrollorgan liquidiert werde. "Ich bin froh, dass LHStv. Ambrozy erkannt hat, dass mit dieser Auflösung die Seebühnen-Agenden zur Gänze unter der Tuchent der Kulturabteilung verschwinden würden", schließt Martinz.

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