Pflegeberufe - SP-Klicka: "Zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation!"

Drop-Out bei Gesundheits- und Krankenpflegeschulen europaweites Phänomen

Wien (SPW-K) - "Es ist ein österreich- und europaweites Phänomen, dass es bei den berufsbildenden Schulen - also auch bei den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen - bis zu 40 Prozent der TeilnehmerInnen wieder aussteigen", reagierte heute die Vorsitzende des Wiener Gemeinderatsausschusses für Gesundheit und Soziales, Gemeinderätin Marianne Klicka, auf Aussagen der FPÖ. "Es gibt deshalb bei den Wiener Gesundheits- und Krankenpflegeschulen eigene Eignungstests, mit welchen versucht wird, diese Drop out-Quote zu reduzieren." ****

Dabei werde besonders auf die soziale Komponente, die in den Gesundheits- und Krankenpflege-Berufen wichtig sei, Wert gelegt, so Klicka weiter. "Darüber hinaus gibt es beim Krankenanstaltenverbund gemeinsam mit den SchuldirektorInnen weitere Anstrengungen, die Drop out-Quote zu senken. Die Überlegungen reichen dabei von der Einrichtung kleiner Lerngruppen zur Unterstützung bis zu einem Mehr an Supervision."

Insgesamt würden zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation im Pflegebereich gesetzt: "Dazu zählt zum Beispiel die im Jahr 2003 gestartete Ausbildungsoffensive von AbteilungsherlferInnen zu PflegehelferInnen, deren Erfolge in zwei Jahren messbar sein werden. Erfreulich ist, dass nach Absolvierung des ersten Lehrganges nur eine Person ausgeschieden ist. Ebenso greift bereits es die Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch Verkleinerung der Stationen bei gleichbleibendem Personalstand, die Geriatriezulage, die Imagewerbung für den Pflegeberuf oder die Ehrenamtsbörse in drei KAV-Geriatriezentren, die heuer auf alle KAV-Geriatriezentren ausgeweitet wird", so Klicka. "Insgesamt haben wir im KAV das Pflegepersonal in den vergangenen 17 Jahren um ein Drittel erhöht."

Zum Thema "Fluktuation" in den Gesundheits- und Krankenpflege-Berufen gebe es keinen aussagekräftigen Längsschnittstudien. "Klar ist aber, dass gerade in diesen Bereichen viele Frauen tätig sind, die eine Familie gründen, und dann in den Beruf zurückkehren." Gerade durch die Einführung von flexiblen Diensteinteilungen habe man es aber jungen Müttern erleichtert, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Statt aus Kontrollamts-Berichten des Vorjahres aus dem Zusammenhang gerissene Passagen zu zitieren, sei die Wiener FPÖ aufgerufen, sich besser zu informieren und die tatsächlichen Zusammenhänge aufzuzeigen, schloss Klicka. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Mag. Michaela Zlamal
Tel.: (01) 4000-81930
Mobil: 0664 826 84 31
michaela.zlamal@spw.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10001