Becher zu Chefarztpflicht-Neu: Rauch-Kallats Schildbürgerstreich belastet Patienten und Krankenkassen

Wien (SK) "Patientenfreundlichkeit und Einsparungen versprach sich Gesundheitsministerin Rauch-Kallat von der Chefarztpflicht-Neu, geworden ist daraus das Gegenteil", sagte SPÖ-Abgeordnete Ruth Becher. Nicht nur, dass die neue Regelung aus dem Hause der Gesundheitsministerin chaotische Zustände in den Ärztepraxen verursache, führe die Chefarztpflicht zu Mehrkosten sowohl für die Patienten als auch für Krankenkassen, so Becher am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Als Beispiel für die mit der neuen Chefarztpflicht entstehenden Mehrkosten führte Becher das Thrombose vorbeugende Medikament "Plavix" an. Während vor der Neuregelung eine alle drei Monate zu beantragende Großpackung mit 84 Stück 684 Euro pro Jahr gekostet habe, würden sich die Kosten der neuen 28 Stück hältigen "Plavix"-Packung mit 779 Euro zu Buche schlagen. Da die Rezeptgebühr aufgrund der kleineren Medikamentenpackung nun jedes Monat fällig werde, zahle der Patient nicht mehr 17,80, sondern 53,40 Euro.

Darüber hinaus müsse man sich statt viermal im Jahr nunmehr jedes Monat auf den Weg zum Arzt machen, um sich das Medikament von Neuem verschreiben zu lassen. Die neue Chefarztpflicht käme für Becher somit einem "Schildbürgerstreich erster Klasse" gleich, der die Patienten und die ohnedies finanzmaroden Krankenkassen belaste. Einzige Profiteure dieser unausgegorenen Regelung seien die Pharmakonzerne. Sie würden sich aufgrund der höheren Medikamentenpreise ins Fäustchen lachen, so die SPÖ-Abgeordnete abschließend. (Schluss) wf/mp

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