SJÖ erklärt sich solidarisch mit den EisenbahnerInnen

In Frage der Privilegien soll Gorbach sich an Regierungskollegen Grasser wenden

Wien (SK) Für Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), sind die Vorschläge von Vizekanzler Gorbach zur Änderung des Dienstrechts der EisenbahnerInnen mehr als entbehrlich. Sie seien nichts anderes als ein unverhohlener Angriff auf ArbeitnehmerInnenrechte mit fadenscheinigen Argumenten. "Wenn es um Privilegien geht, dann soll sich Gorbach an seinen Regierungskollegen wenden, der sich von einer Fluggesellschaft im Besitz einer staatlichen Holding Vergünstigungen in einer Höhe verschafft, die dem durchschnittlichen Monatsgehalt eines/einer Eisenbahners/in entspricht. Von anderen Fehltritten ganz zu schweigen", so Dvorak am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Dvorak erklärte sich solidarisch mit der Gewerkschaft der EisenbahnerInnen, und rät Gorbach, die Fehler bei seiner eigenen verpfuschten Reform zu suchen, anstatt Sündenböcke zu suchen: "Die wohl absurdeste Forderung des Herrn Verkehrsministers ist die nach Einschränkung des Streikrechts. Dies ist ein Grundrecht der arbeitenden Menschen, das bei dieser Bundesregierung mehr als notwendig ist, da sie die Rechte der ArbeitnehmerInnen mit Füßen tritt. Es wäre ja noch schöner, wenn plötzlich die ArbeitgeberInnen über die Rechtfertigung eines Streiks zu entscheiden hätten. Wahrscheinlich würden dann Jubelstreiks zum fünfjährigen Bestehen dieser Regierung veranstaltet werden."

Dvorak betont abschließend, dass es sich die Probleme der ÖBB nicht durch Neubestellungen von regierungsfreundlichen ManagerInnen lösen lasse, die dann bei vorzeitiger Entlassung Abschlagszahlungen in Millionenhöhe bekommen: "Die Forderung nach dem Rücktritt von Verkehrminister Gorbach ist ein Schritt in die richtige Richtung. Am besten wäre es, bei einem personellen Abgang auch gleich die sogenannte 'ÖBB-Reform' des Vorjahres mitzunehmen und zu entsorgen."

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