Moser zu Post: ÖVP-Täuschungsmanöver Volksaktie

Wien (SK) SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser tritt vehement gegen den Ausverkauf der Österreichischen Post AG über die Börse ein:
"Jetzt sind alle Österreicher Eigentümer der Post. Warum sollen in Zukunft nur noch wenige Österreicher die Besitzer des Unternehmens sein?" Im Interesse der Wirtschaft, der Kunden und der Mitarbeiter brauche die Post auch weiterhin die öffentliche Hand als einzigen Eigentümer. Das Unternehmen sei auf einem guten Weg und brauche für die weitere Entwicklung Ruhe, so Moser Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Moser weiter: "Wer die Post heute privatisieren will, tritt dafür ein, dass es morgen bei der Post zu einer Kündigungswelle kommt. Wer die Post privatisieren will, tritt dafür ein, dass künftig weitere Postämter in ganz Österreich geschlossen werden. Wer die Post ausverkaufen will, steht für eine Ausdünndung des ländlichen Raums. Wer die Post privatisieren will, schneidet Hunderttausende Österreicher von der Informationsgesellschaft ab."

Auch wenn die ÖVP von einer "Volksaktie Post AG" spricht, ist nach Mosers Meinung klar, dass damit der Totalverkauf und die Zerschlagung der Österreichischen Post AG gemeint sind. Als Indiz dafür sieht Moser den bisherigen Zick-Zack-Kurs der ÖVP bei der Post und bei anderen Unternehmen. Die Volksaktie sei daher nichts anderes als ein Täuschungsmanöver.

Moser: "Ursprünglich war die Aktie der Telekom Austria auch eine Volksaktie. Heute ist jedoch nur noch ein kleiner Anteil im Besitz von Kleinanlegern." Noch im September habe die Regierung Schüssel zugesichert, dass die öffentliche Hand Kernaktionär bei der VA Tech, dem größten österreichischen Technologiekonzern, bleibe. Vier Monate später wurde das Unternehmen durch die gleiche Regierung Schüssel für Siemens auf den Präsentierteller gelegt.

Diese Beispiele veranschaulichen laut Moser die wahren Ziele der ÖVP:
"Wenn die ÖVP heute im Zusammenhang mit der Post von einer Volksaktie spricht, wissen wir, dass die Post in Wirklichkeit auf die Schlachtbank geführt werden soll. Hier will die ÖVP den Totalverkauf des zweitgrößten österreichischen Unternehmens an Spekulanten um jeden Preis durchziehen."

Die Zukunft der Post sieht der SPÖ-Wirtschaftssprecher folgendermaßen: "Die Österreichische Post muss zuerst die Interessen der ÖsterreicherInnen in den Vordergrund stellen. Daher treten wir Sozialdemokraten für die Stärkung des Unternehmens ein. Diese ist dann gewährleistet, wenn die Post einen Eigentümer hat, der die öffentliche Hand ist. Zuständig sollen nicht wie bisher drei Ministerien sein, sondern ausschließlich das Infrastrukturministerium. Dazu ist die Post gemeinsam mit Unternehmen wie Austrian, die Asfinag, die ÖBB, die OMV, die Telekom Austria und der Verbund in eine Infrastruktur-Holding einzubauen. Diese soll vom Finanzministerium in den Zuständigkeitsbereich des Wirtschaftsministeriums übergehen und in eine aktive Industrie-Beteiligungs-Stiftung umgewandelt werden", schloss Moser. (Schluss) ns

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