Ambrozy: Hippokratischer Eid mit Rauch-Kallat-Politik nicht einhaltbar

SPÖ-Kärnten kritisiert Chaos auf dem Rücken der PatientInnen, Ärzte, MitarbeiterInnen und Kassenangestellten

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik an der Gesundheitspolitik von VP-Ministerin Maria Rauch-Kallat übte am Freitag der Gesundheitsreferent des Landes Kärnten LHStv. Peter Ambrozy. "Dank der VP-Politik herrscht in den Kärntner Arztpraxen teilweise Chaos, müssen die Ärzte und Mitarbeiter gehörig viel Zeit für die Bürokratie aufwenden und die Patientinnen zahlen die Zeche", so Ambrozy und weiter: "Nach dem politischen Agieren der letzten Jahre, ich nenne hier nur die Ambulanzgebühr, den Wegfall der Erstattung von Sehbehelfen und die Chefarztpflicht neu, hat Ministerin Rauch-Kallat bewiesen, dass sie mit dieser Aufgabe völlig überfordert ist und Platz machen sollte, für jemanden, der die aktuellen Herausforderungen in der Gesundheitspolitik auch annehmen kann."

Diese sogenannte "Gesundheitsreform" sei ein Schreibtischtäterakt gegen die Menschen, der mit der Realität in keinen Zusammenhang stehe. "Mit der Politik dieser Bundesregierung ist der Hippokratische Eid künftig nicht mehr einhaltbar", warnt Ambrozy. Viele Ärztinnen und Ärzte, die teilweise schon seit Jahrzehnten im Berufsleben stehen und als kompetente Experten einschätzen können, was für ihre Patienten das Richtige ist, würden durch die Rauch-Kallat-Pflanzerei förmlich entmündigt und zu Verwaltern des Gesundheitssystems degradiert, so die Kritik der Kärntner SPÖ.

In einer Husch-Pfusch-Aktion hat die schwarz-blaue Bundesregierung wenige Tage vor Weihnachten das Paket der Grauslichkeiten für Patienten geschnürt, wohl in der Hoffnung es würde im Weihnachtsfrieden untergehen. "Seit 2. Jänner 2005 trifft die realitätsfremde Politik die schwächsten in unserer Gesellschaft, nämlich die Kranken", so Ambrozy.

Viele Menschen, die auf wichtige Medikamente angewiesen sind, würden diese plötzlich nicht mehr bezahlt bekommen. In den letzten Tagen habe die Gesundheitsministerin versucht Schuld von sich zu weisen und die Situation durch Placebozugeständnisse zu kaschieren. Ambrozy: "Placebos mögen ein probates Mittel zur Selbstheilung sein, den vielen tausenden Kärntner Patientinnen wird dieses Rauch-Kallat-Placebo allerdings nicht helfen."

Wenn er daran denke, wie häufig Menschen, die längere Zeit im Krankenhaus liegen Flüssigkeitsersatz als Exikose, in den meisten Fällen übrigens günstige Kochsalzlösung, benötigen, um nicht auszutrocknen und er dann höre, dass eben jene Kochsalzlösungen eiskalt gestrichen wurden, dann verstehe er ehrlich gesagt die Welt nicht mehr, so der Kärntner Gesundheitsreferent und SP-Chef. Ambrozy: Ich fordere daher "Stopp dem Patientenpflanz."

Wir alle wissen: Vorbeugen ist besser als Heilen und kostet in Summe auch weniger! Dieser Ansatz ist Frau Minister Rauch-Kallat völlig fremd! Sie hat nahezu alle Maßnahmen zur Prophylaxe gestrichen.

NR Christian Puswald kritisierte, dass die schwarz-blaue Bundesregierung immer mehr öffentliche Aufgaben herunterschraube, um im gleichen Atemzug Geld für Abfangjäger sowie Steuerreformen, die nur Großkonzerne entlasten zu finanzieren. "Ein Herzinfarkt verursacht höhere Folgekosten als die Kosten für die Herzinfarktprophylaxe für ganz Österreich für ein Jahr ausmachen, hier die Prophylaxe zu streichen, ist für mich nicht nachvollziehbar", so Puswald.

Der Villacher Allgemeinmediziner Dr. Ortwin Rainer übte ebenfalls scharfe Kritik an der realitätsfremden Politik der Bundesregierung. "Ich habe täglich PatientInnen in meiner Praxis, die dringend Medikamente benötigen würden, die nicht bewilligt werden dürfen. Mittlerweile brauchen wir Ärzte und unsere MitarbeiterInnen 8 Stunden täglich, um die bürokratische Arbeit zu erledigen und haben nur noch 4 Stunden für die PatientInnen, das ist ein Skandal", so Rainer.

"Wir von der SPÖ stehen für eine sozialgerechte Gesundheitspolitik, in der Kranke nicht für ihr Leiden bestraft werden und jene Menschen, die bereit sind vorzusorgen unterstützt, statt blockiert", so Ambrozy und Puswald unisono. (Schluss)

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