Martinz: Seebühne versinkt im Sumpf

Aufsichtsrat nicht über Zanella-Vertrag informiert. Vertrauensfrage an Vorsit-zende, Geschäftsführer und Eigentümer.

Klagenfurt (OTS) - Zu einem leidigen Fortsetzungsroman verkomme
der Seebühnen-Krimi, wobei es immer wieder unglaubliche Steigerungen gebe. "Doch die Vorkommnisse rund um die neuen Meldungen sind ein trauriges Kapitel in der Kärntner Kulturgeschichte", sagt heute LR Josef Martinz.

Er, Martinz, stelle daher die Vertrauensfrage. "Denn bei der letzten Aufsichtsratssitzung ist der neue Zanella-Vertrag, der schlichtweg zum Himmel stinkt, kein Thema gewesen. Das heißt, der Aufsichtsrat wurde von der Vorsitzenden, Erika Napetschnig, nicht informiert", berichtet Martinz. Im Gegenteil: Vorgelegt sei der alte Zanella-Vertrag, der 2005 ausläuft, worden.

Verantwortlich für den Horror-Vertrag Zanellas seien laut Statuten der Seebühnen-Gesellschaft die beiden Eigentümervertreter Landeshauptmann Haider und sein Finanzreferent Pfeifenberger. "Ich fordere, dass die Seebühnen-Gesellschaft, wie jede andere Landesgesellschaft eine Generalversammlung bestehend aus Mitgliedern aller drei Parteien erhält", so Martinz. Dass den bisherigen alleinigen Vertretern des Landes nicht mehr zu vertrauen sei, beweisen die Prüfberichte und Verträge. "Die Seebühe versinkt im eigenen Sumpf. Die Gesellschaft dafür ist zu einem Selbstbedienungsladen verkommen", sagt Martinz.

Allein, dass die Bundesförderdung in Höhe von 1,6 Millionen Euro im August 2004 überwiesen worden sei und das Geld kurz darauf bereits verschwunden sei, belege, dass auch der Geschäftsführer kein Vertrauen mehr genießen könne. Außerdem sei die Förderung bis 2008 vorgesehen gewesen. "Im August war die Spielzeit zu Ende und laut Prüfbericht wurden keine Investitionen getätigt. Wo also ist das Geld", fragt Martinz.

Eigentümervertreter, Aufsichtsratsvorsitzende und der Geschäftsführer würden keine Kulturpolitik sondern Verschleierungspolitik betreiben. "Hier geht es um viele Steuermillionen. Umso mehr ist eine detaillierte Prüfung über Geldflüsse erforderlich", so Martinz. Wenn der Finanzreferent jetzt behaupte, dass er Schulden von der ehemaligen Olympia 2006 Gesellschaft zahlen müsse, könne er sich nicht an seine eigenen Aussagen erinnern. "Denn Pfeifenberger hat uns mehrmals öffentlich mitgeteilt, dass er die Landesgesellschaften längst entschuldet hat - wie die Olympia 2006 bzw. Kärnten Marketing, bzw. Kärnten Event, bzw. Cine Culture Carinthia bzw. Seebühnen-Gesellschaft. Was stimmt nun wirklich", fragt Martinz.

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