SJÖ zu Zivildienst: 6 Monate sind genug

Verkürzung ermöglicht Schaffung qualitativer Arbeitsplätze im Sozialbereich

Wien (SK) Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), bekräftigt anlässlich des am kommenden Montag zu erwartenden Endberichts der Zivildienst-Reformkommission die Forderung der Sozialistischen Jugend nach einer Zivildienstverkürzung auf sechs Monate und der Erhöhung des Verpflegungsgeldes auf mindestens 13,60 Euro täglich. "Solange es um den Stellenwert des Zivildienstes für den Sozialbereich in Österreich geht, werden VertreterInnen aus der Politik und den Trägerorganisationen nicht müde, dessen herausragende Rolle zu betonen. Geht es aber um konkrete materielle Verbesserungen der Arbeits- und Lebenssituation der Zivildiener, sinkt die Handlungsbereitschaft drastisch", so Dvorak am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

JVP-Chefin Fuhrmann, die sich laut "Presse" noch nicht entscheiden kann, ob sie für 9 oder 6 Monate ist, weil es zur Thematik keine Unterlagen gäbe, verweist auf den ausgeschickten Entwurf der Reformkommission. Es gehe aber in dieser Frage nicht um die Verfügbarkeit von Informationsmaterial zum Zivildienst, sondern viel mehr darum, ob die JVP wieder einmal viel Lärm macht, um sich dann letzten Endes doch wieder als Schoßhündchen der eigenen Partei zu entpuppen: "Zivildiener müssen seit 2000 durch das mangelnde Verpflegungsgeld entweder durch ihre Familien erhalten werden oder tappen durch den staatlichen Zwangsdienst in die Schuldenfalle. Als Jugendorganisation dürfte es deshalb keine Frage sein, auf welcher Seite sie steht: Auf Seiten der betroffenen jungen Menschen natürlich."

Dvorak erwartet, dass sich ÖVP und FPÖ gegen eine Verbesserung der Situation der Zivildiener stellen werden, da sie ja maßgeblich für die Verschlechterungen in diesem Bereich verantwortlich sind. Er hoffe aber, dass zumindest "Sozialkonzerne" wie das Rote Kreuz sich nicht gegen eine fortschrittliche Position stellen werden, nur weil sie in ihren eigenen Profitinteressen gefangen seien.

Dvorak befürchtet, dass aber gerade dem Bereich der sozialen Dienste arbeitsmarktpolitisch eine bedeutende Rolle zukommt. Um die steigende Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, müssten auf diesem Sektor qualitative Arbeitsplätze geschaffen werden. "Was die BlockiererInnen einer Gleichstellung von Wehr- und Zivildienst im Prinzip befürworten, ist moderne Sklavenarbeit, einzig und allein mit dem Argument, dass eine Entlohnung arbeitender Menschen nicht leistbar ist. Diese Einstellung richtet sich von selbst." (Schluss) se/mp/mm

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