VP-Strobl: SPÖ bleibt einer Steinzeit-Zwangs-Ideologie verhaftet

Brandsteidl und die ganztägigen Schulen in Wien

Wien (VP-Klub) - "Wer hindert die Wiener SPÖ daran, an den Wiener Pflichtschulen ganztägige Betreuungen einzurichten?" fragt ÖVP Wien Bildungssprecher, LAbg. Walter Strobl, unter Bezugnahme auf Pressemeldungen, wonach sich die SPÖ vehement für Ganztagsschulen ausspreche und die Schulbeginnzeit auf 8.30 Uhr verlegt werden soll.

Seit 1993 gebe es die gesetzliche Möglichkeit, je nach Wunsch der Eltern und Lehrer über Beschluss des Kollegiums des Stadtschulrates aus zwei Möglichkeiten eine ganztägige Schulbetreuung zu wählen und einzurichten. Zuständig für die Pflichtschulen sei die Gemeinde, also Wien. Es liege also ausschließlich an Wien, das Angebot rasch zu erhöhen und mehr ganztägige Schulen anzubieten. "Während es bei den Bundesschulen, das sind die Gymnasien, ein 100-prozentiges Angebot an flexibler Nachmittagsbetreuung bereits seit langem gibt, hinkt Wien weit hinterher", stellt Strobl fest. In Wien gibt es 448 Pflichtschulen, davon sind 90 Privatschulen. 134 Schulen bieten eine ganztägige Betreuung an, davon 44 Privatschulen. Rechnet man das auf die Schülerzahl um, so haben von rund 90.000 Wiener Pflichtschülern nur 24.121 die Möglichkeit einer ganztägigen schulischen Betreuung.

Es sei geradezu skurril, wenn sich nun die SPÖ-Stadtschulratspräsidentin als Fahnenträgerin für ganztägige Schulbetreuung stark mache. Vielleicht sollte man weniger reden und ankündigen, sondern mehr handeln, betont Strobl. Die Eltern warten jedenfalls darauf, dass in Wien etwas geschieht und nicht nur Schmäh geführt wird.

Geänderter Schulbeginn - ein billiges Ablenkungsmanöver

Die Frage des Unterrichtsbeginns in den Mittelpunkt einer Diskussion zu stellen, hält Strobl für lächerlich, ja geradezu virtuell. Die meisten Eltern müssten jedenfalls um 8 Uhr am Arbeitsplatz sein. Ein Schulbeginn um 8.30 Uhr bringe da sicherlich mehr Probleme. Strobl verwies in diesem Zusammenhang auf die langjährige Forderung der ÖVP Wien im Kindergartenbereich flexiblere Lösungen bereits ab 7 Uhr anzubieten. "Seit kurzem wird das nun in Wien auch tatsächlich gemacht. Warum das Problem bei einem 6-jährigen Volksschulkind dann anders sein soll, kann ich nicht wirklich erkennen", so Strobl. Die ÖVP Wien sei jedenfalls offen für flexible Lösungen. Strobl schlägt vor, die Eltern an den Wiener Pflichtschulen dazu zu befragen.

Bedarfsorientierte Politik statt Zwangsbeglückung

Entsetzt zeigt sich der VP-Bildungssprecher von der steinzeitideologischen SPÖ-Forderung nach Zwangstagsschulen. Da unterscheide sich die ÖVP Wien massiv von der SPÖ. "Wir bekennen uns zu einer Angebotsvielfalt und zur Freiwilligkeit. Wie weit die SPÖ in Wien an der Realität vorbei agiert, zeigt die Statistik: Von den 134 Pflichtschulen mit ganztägiger Betreuung, haben sich nur 26 für das von der SPÖ verlangte einheitliche Ganztagsschulmodell, aber 99 für die flexible Ganztagsbetreuung entschieden. Die Frage der Wahlfreiheit ist bereits 1993 gesetzlich entschieden worden. Die SPÖ wird sich damit abfinden müssen, zumal sie damals selbst zugestimmt hat", betont Strobl.

"Eine bedarfsorientierte Politik zu machen, allen Schülern ein ausreichendes Angebot zur Verfügung zu stellen und dann wählen zu lassen, das ist unser Verständnis vom mündigen Menschen. Die SPÖ hat sich wieder einmal geoutet. Sie will alle Schüler zu Einheitslösungen einer SPÖ-Beglückungsideologie zwingen. Das aber gab es zuletzt nur noch in der DDR und ist Gott sei Dank in Mitteleuropa Geschichte. In dieser Form ist mit einer SPÖ ganz sicher kein Bildungsstaat zu machen", so der ÖVP Wien Bildungssprecher abschließend.

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