ÖAW: Expansion im Einvernehmen mit politisch Verantwortlichen

Budgetsteigerung der letzten Jahre war durch erweiterte Forschungsaktivitäten unerlässlich

Wien (OTS) - In den letzten fünf Jahren hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) auf Ermunterung der Österreichischen Bundesregierung ihre wissenschaftlichen Aktivitäten erheblich ausgeweitet. Dementsprechend ist auch der Bedarf an Budgetmitteln gestiegen. Die ÖAW hat sehr stark auf neue zukunftsträchtige Forschungsgebiete gesetzt und im Einvernehmen mit den politischen Entscheidungsträgern Forschungseinrichtungen gegründet sowie entsprechende Bauvorhaben begonnen.

Die von der ÖAW gegründeten Spitzeninstitute, wie beispielsweise das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) und das Gregor Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI), haben sich sehr schnell etabliert, sie reichen auf ihren wissenschaftlichen Gebieten auch von der Größenordnung her an vergleichbare internationale Institute heran und tragen durch ihr Renommee entscheidend zur Verbesserung des Ansehens des Forschungsstandortes Österreich bei.

Basis für die Gründung neuer Institute war in jedem Fall eine verbindliche Zusage der jeweils politisch Verantwortlichen, die für den Bau und Betrieb notwendigen Gelder langfristig zur Verfügung zu stellen. Das Präsidium der ÖAW weist mit Nachdruck darauf hin, dass die Etablierung neuer Forschungseinrichtungen, insbesondere der Bau und die gerätetechnische Ausstattung dieser neuen Spitzeninstitute, keinesfalls auf Kosten bestehender, hervorragend evaluierter und wissenschaftlich hoch produktiver kleinerer ÖAW-Einrichtungen gehen kann.

In dem für 2005 zur Verfügung stehenden Budget in Höhe von EUR 67,5 Millionen sind auch Mittel enthalten, die für den Bau von Forschungsgebäuden für die neuen ÖAW-Institute benötigt werden. Dies, obwohl das Präsidium der ÖAW in zahlreichen Vorsprachen bei Mitgliedern der Österreichischen Bundesregierung lange vor den Verhandlungen für das Budget 2005 darauf hingewiesen hat, dass über die Mittel für den Betrieb der Forschungseinrichtungen der ÖAW hinaus zur Fertigstellung und Einrichtung des IMBA-GMI-Gebäudes für den Zeitraum 2005/06 zusätzliche Mittel von rund EUR 20 Millionen notwendig sind. Die eingetretene budgetäre Situation geht zu Lasten der bestehenden ÖAW-Institute.

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