Startschuss für "KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM WIEN"

Erste Projekte der ressortübergreifenden Initiative durch Stadträte Mailath, Schicker, Faymann präsentiert

Wien (OTS) - Anlässlich der Fertigstellung des Projektes "Wand der Sprache" am Schwendermarkt, 1150 Wien, stellten heute die Stadträte Andreas Mailath-Pokorny (Kultur und Wissenschaft), Werner Faymann (Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung) und Rudolf Schicker (Stadtentwicklung und Verkehr) die ersten Projekte ihrer gemeinsamen Initiative "KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM WIEN" vor.

Realisiert werden die Projekte mit Hilfe des 2004 gegründeten Fonds zur Förderung von Kunst im öffentlichen Raum. Ziel ist die Anhebung der Qualität von Kunst im öffentlichen Raum, ihre Förderung, Dokumentation und Vermittlung. Ein für den Zeitraum von jeweils drei Jahren gewählter Beirat entscheidet nicht nur über Einreichungen, sondern initiiert selbständig Projekte und setzt auch durch geladene Wettbewerbe temporäre und inhaltliche Schwerpunkte. Die Mittel für den Fonds kommen aus jenen Geschäftsbereichen der Stadt Wien, die öffentliche Bauvorhaben realisieren (Wohnbau bzw. Stadtentwicklung). Die Basisfinanzierung beträgt 800.000 Euro.****

"Kunst im Öffentlichen Raum hat deshalb eine wichtige Bedeutung, weil sie für die Wienerinnen und Wiener unmittelbar erlebbar ist. Daher ist es wichtig, höchste Qualität zu präsentieren, der neue Fonds soll zu diesem Qualitätsschub beitragen", so Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur.

"Die attraktive Gestaltung des öffentlichen Raums ist der Stadt Wien ein besonderes Anliegen und dabei spielt auch die Kunst eine entscheidende Rolle. Kunst muss auch im Alltag Platz greifen", unterstrich Planungsstadtrat Rudolf Schicker. Schicker erinnerte in diesem Zusammenhang auch an das seit 2001 laufende "50-Orte-Programm", durch das bereits eine Vielzahl kleinerer und größerer Plätze und Straßenzüge ein neues, attraktives "Gesicht" erhalten haben und zusätzlicher öffentlicher Raum für die Menschen gewonnen wurde.

Wohnbaustadtrat Faymann meinte dazu: "Kunst spielt im Wiener kommunalen Wohnbau von Anfang an eine große Rolle. Was mit den vielen Skulpturen, Reliefs und Wandbildern in den Gemeindebauten der 20er Jahre begonnen hat, setzt sich bis heute fort. Natürlich in anderem Stil und mit zeitgemäßen Ausdrucksformen, wie zum Beispiel Graffitis".

Beiratsvorsitzende Silvia Eiblmayr: "Dass mit diesen neugeschaffenen Rahmenbedingungen Kunstprojekte im öffentlichen Raum ermöglicht werden, ist eine große Errungenschaft, weil Wien nun mit vergleichbaren Städten wie München oder auch mit seinem Nachbarbundesland Niederösterreich gleichzieht. Kunst geht auf die Menschen zu und involviert sie mitunter in gesellschaftsbezogene Anliegen, wo das vordergründig gar nicht erwartet wird. Außerdem erhalten Künstlerinnen und Künstler so die Gelegenheit, außerhalb der Institutionen Projekte zu realisieren."

Mit zwei großen internationalen Wettbewerben für Kunstprojekte an zwei Knotenpunkten Wiens geht der Beirat für KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM WIEN in die erste Runde. Im Zuge der kompletten Neugestaltung der sogenannten Westpassage im Bereich Karlsplatz erhält dieser unterirdische Durchgang, (er erstreckt sich vom Aufgang der U2 und führt in Zukunft bis zur Secession), eine durchgehende künstlerische Gestaltung. Auch der Bereich Südtirolerplatz / innere Favoritenstraße soll schon in naher Zukunft eine auffallende künstlerische Zeichensetzung erhalten.

Insgesamt werden 2005 Projekte realisiert, die ortsbezogen bzw. temporär stattfinden, aber auch solche, die in Richtung Neue Medien reichen oder sozialpolitische Themen aufgreifen.

"add on - Ein urbaner Parasit" beispielsweise wird als temporäre Gerüstskulptur auf dem Wallensteinplatz im 20. Bezirk umgesetzt und soll im Sommer in Form einer Kooperation von KünstlerInnen, Architekten und KuratorInnen über die Bühne gehen.

Für das Dach des neuen Tiefenspeichers der Stadt- und Landesbibliothek im Wiener Rathaus haben Franziska & Lois Weinberger ein Relief geschaffen, das an das Gangsystem eines Buchdruckerkäfers erinnert. Mit ihren "Interventionen gegen Rassismus" thematisieren Daniela Koweindl und Martin Krenn Ursachen und Wirkungsweisen von Rassismus. Anlass für die Präsentation der ersten Arbeiten war die Fertigstellung des Projektes "Wand der Sprache" im 15. Bezirk, das bereits jetzt schon öffentlich zugänglich ist.

Weitere Informationen:
o http://kunstnet.autom.at/KUNST_IM_OEFFENTLICHEN_RAUM/index.html

Hier finden Sie Detailinformationen und Fotomaterial zu den einzelnen Projekten.

Aktuelles Fotomaterial zur Pressekonferenz fordern Sie bitte unter Tel +43-524 46 9622 oder unter e-mail: werner@kunstnet.at . (Schluss) sas/gb/gmp/cw

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