Vassilakou zu 2005: Gedenken darf nicht zu Häupl-Spektakel werden

Mehr Geld für junge WissenschafterInnen statt Jubelfeiern der Stadtregierung

Wien (Grüne) - Mit heftiger Kritik über die bekannt gewordenen Pläne der Wiener Stadtregierung anlässlich der Jubelfeierlichkeiten 2005 reagieren die Wiener Grünen. Die Wiener Stadtregierung plant Feiern in der Höhe von 4,7 Millionen Euro, die hauptsächlich in Marketingaktivitäten fließen sollen. Klubobfrau Maria Vassilakou:
"Die bisherigen Pläne lassen befürchten, dass der Hauptteil der Gelder in Selbstdarstellungsfeiern für den Bürgermeister fließen."

So wird der Grossteil der 4, 7 Millionen Schilling laut Plänen der Stadtregierung in Informations- und Medienarbeit aufgehen. Höhepunkt soll "ein breitangelegtes Jubelfest auf dem Rathausplatz" (Kostenpunkt 1,1 Millionen Euro) sein. Vassilakou: "Ein Schelm, wer in diesen Zusammenhang nicht an den Wahlkampf der Wiener SPÖ denkt."

"Beschämend", so Vassilakou weiter, sei es, dass "nur ein Siebentel der aufgebrachten Summen in die historische Aufarbeitung fliessen. Der Rest ist Spektakel und Werbung." Bezeichnend, so Vassilakou, ist es auch, dass "die Abhaltung der Feierlichkeiten der 100-Prozent-Wien-Tochter Stadtmarketing übergeben wurde. Übrigens ohne Ausschreibung."

Vassilkaou kündigt in diesen Zusammenhang an, in der nächsten Gemeinderatssitzung umfangreiche Abänderungsanträge einzubringen:
"Wir wollen, dass mehr Geld für die historische Aufarbeitung durch junge WissenschafterInnen bereitgestellt wird und dafür die Jubelfeiern der Stadtregierung reduziert werden." Vassilakou abschließend: "Der Bürgermeister soll sich an seine eigenen Vorgaben halten und würdige und nachdenkliche Feiern garantieren und auf die Megaspektakel verzichten."

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