- 13.01.2005, 14:41:00
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Essentielle Probleme der Chefarztpflicht vorerst ausgeräumt
LSth. Bischof strebt dauerhafte Lösung für Vorarlberger Patientinnen und Patienten an
Bregenz (VLK) - Landesstatthalter Hans-Peter Bischof kann den
Unmut bezüglich der Chefarztpflicht neu verstehen, die in der
praktischen Umsetzung für Ärzte massive Belastungen und unnötige
Schwierigkeiten mit sich gebracht hat. "Ich werde mich gerne auch
weiterhin dafür einsetzen, dass in der Medikamentenverschreibung eine
praktikablere Lösung zu Stande kommt", so Bischof.
Der Gesundheitsreferent zeigt sich aber erfreut darüber, dass die
bisherigen Verhandlungen zwischen Bundesministerin Maria Rauch-Kallat
und der Österreichischen Ärztekammer so gut verlaufen sind. "Die
erzielten Ergebnisse sind ein schöner Erfolg. Ob die beschlossenen
Änderungen auch weitreichend genug und somit problemlösend sind,
bleibt abzuwarten. Ich werde die Interessen der Vorarlberger Ärzte
weiterhin mit meiner ganzen politischen Kraft in Wien vertreten,
damit es nicht nur bei einer vorübergehenden Lösung bleibt", betont
Bischof.
Die Forderung nach einer föderalistischen Lösung (Möglichkeit zur
Erarbeitung von landesspezifischen Modellen) der Vorarlberger
Ärztekammer will der Landesstatthalter mit ganzer Kraft unterstützen,
denn "das vernünftige und qualitätssichernde Vorarlberger Modell der
Medikamentenverschreibung sollte erhalten bleiben". Bischof hat schon
Kontakt mit Ministerin Rauch-Kallat aufgenommen und von ihr
Gesprächsbereitschaft signalisiert bekommen.
"Gerade im Sinne der neuen Gesundheitsreform sind
qualitätssichernde Maßnahmen unerlässlich. Die Patientinnen und
Patienten stehen im Mittelpunkt unserer Bemühungen, das Vorarlberger
Gesundheitswesen weiter zu optimieren. Deshalb ist bei den
Verhandlungen auch besondere Aufmerksamkeit darauf zu legen, dass der
ohnehin hohe Bürokratieaufwand nicht noch weiter steigt. Der unnötige
Arbeitsaufwand für vielfältige Dokumentationen würde die Qualität
der Patientenbetreuung in den Krankenhäusern und im niedergelassenen
Bereich enorm verschlechtern. Als Arzt weiß ich, wie wichtig es ist,
möglichst viel Zeit bei den Patientinnen und Patienten zu verbringen
und nicht hinter dem Schreibtisch", so Bischof.
Der von Ministerin Rauch-Kallat geortete Handlungsbedarf - etwa
bei der Neufassung des Erstattungscodex für Medikamente, der
Neuregelung der Dokumentationsverpflichtung von Medikamenten oder der
umstrittenen Faxbewilligung - sei ohne Zweifel gegeben. Bischof
weiter: "Ich hoffe, dass es dem Hauptverband der
Sozialversicherungsträger im weiterer Verlauf der Verhandlungen
gelingt, die Ecken und Kanten der derzeitigen Situation abzurunden.
Ich bin aber davon überzeugt, dass die Gespräche erfolgreich
verlaufen werden und sich eine für alle zufriedenstellende Lösung
finden lässt."
OTS0179 2005-01-13/14:41
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