Alle neun FH-Studiengänge in Salzburg unter einem Dach der FHS

Eine leistungsfähige Fachhochschule für das ganze Bundesland: 600 Studenten, 130 Mitarbeiter, demnächst 1.000 Absolventen

Salzburg (OTS) - Salzburg, 13. Jänner 2005. Die Fusion der acht Fachhochschulstudiengänge der Wirtschaftskammer Salzburg und des FH-Studiengangs der Arbeiterkammer Salzburg zu einer gemeinsamen "Fachhochschule Salzburg" mit Stichtag 1. März 2005 ist der vorläufige Höhepunkt in der Entwicklung des Fachhochschulsektors im Bundesland Salzburg.
Im Herbst 1995, am Beginn des allerersten Studienjahres, starteten in Salzburg gerade einmal 80 Studierende in zwei Studiengängen in das neue akademische Ausbildungssystem. Mit 1. März 2005, keine zehn Jahre später, ist die Fachhochschule Salzburg mit neun Studiengängen, mehr als 1.600 Studierenden und rd. 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fünftgrößter unter 18 Anbietern von FH-Studiengängen in Österreich. Mehr als 950 Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule Salzburg bewähren sich bereits in der Berufswelt. Bei der Sponsion im Juli 2005 wird der 1.000. Studierende seinen akademischen Titel überreicht bekommen.

Ztl.: Start des FH-Angebots in Salzburg im Herbst 1995

Eine Rückblende in den Herbst 1995: Zwei Erhalter bieten erstmals Fachhochschulstudien im Bundesland Salzburg an, ein Jahr nach der Einführung des neuen akademischen Ausbildungszweiges, der sich durch die berufspraktische Ausrichtung vom Universitätsstudium unterscheidet.
Im Holztechnikum Kuchl beginnt "Holztechnik & Holzwirtschaft", ein technisch orientiertes Studium mit wirtschaftlichem Hintergrund, das Verfahrenstechniken zur Herstellung und zum Einsatz von Holzwerkstoffen vermittelt.
Auf dem Areal des Techno-Z in Salzburg-Itzling nimmt, mit vielfacher Unterstützung der WK Salzburg, "Telekommunikationstechnik & -systeme" den Betrieb auf. Die technische Ausbildung über Internettechnologien und Kommunikationsnetze wird um Unternehmensführung, Betriebswirtschaft und Rechtskunde ergänzt. Ein Jahr später, 1996, startet am selben Standort der Studiengang "MultiMediaArt", der die Einheit von kreativer Inhalteproduktion und deren multimedialer Umsetzung als Kernthema hat. 1998 folgt der Studiengang "Betriebswirtschaft & Informationsmanagement", in dem die Studierenden zu Betriebswirten mit spezieller Ausrichtung auf Informations- und Kommunikationstechnologien ausgebildet werden. Die drei Studiengänge übersiedeln in das neue Fachhochschulgebäude im Techno-Z.

Ztl.: Zügiger Ausbau des FH-Angebots

Im Zuge der Neuorganisation des Techno-Z-Bereiches kam es 1999 auch zu einer Neustrukturierung des FH-Wesens in Salzburg. Basis dafür war auch die Regierungserklärung der damaligen Salzburger Landesregierung. Schon damals sollte es zu einer neuen Erhalteror-ganisation für den FH-Bereich in Salzburg unter stärkerer Beteiligung der Sozialpartner kommen.
Im Herbst 1999 wird schließlich die Wirtschaftskammer Salzburg Alleingesellschafter der Trägergesellschaft. Die drei bestehenden FH-Studiengänge am Techno-Z werden außerdem 1999 um die berufsbegleitende Technik- und Wirtschaftsausbildung ergänzt.
Zwei Jahre später, 2001, kommen in Salzburg drei neue Studiengänge dazu, zwei davon startet der neue Erhalter Wirtschaftskammer Salzburg:
- "Digitales Fernsehen" bildet für das zukunftsorientierte Berufsfeld digitales TV aus, die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Technik sowie IT, Medien-Business und TV-Produktion.
- "Entwicklung & Management touristischer Angebote", angesiedelt in den Tourismusschulen Kleßheim, versetzt seine Absolventen für alle Bereiche der Freizeitwirtschaft in die Lage, kreative Angebote zu schaffen und diese unter Einbeziehung der neuen Technologien zu vermarkten.
- Neu ist 2001 auch der Fachhochschulstudiengang "Soziale Arbeit" der Arbeiterkammer Salzburg, der seinen Studierenden die Funktionsweise sowohl des komplexen Sozialwesens als auch der konkreten Hilfeleistung an Klienten vermittelt.
2002 beginnt in Kuchl der Studiengang "Design- & Produktmanagement", der die Koordination der Bereiche Design, Produktion und internationale Vermarktung für die gesamte Mö-belbranche lehrt. Im Herbst 2003 startet "Baugestaltung - Holz", die bautechnische Ausbildung mit besonderer Betonung des Holzbaus.

Ztl.: Sukzessive Verringerung der Zahl der Erhalter seit 2002

Drei Erhalter von insgesamt acht Fachhochschul-Studiengängen - so stellt sich die Situation im Bundesland Salzburg Ende 2002 dar, was sich mit Anfang 2003 auf zwei Erhalter verringert: Ab dem 1. Jänner 2003 sind auch die Studiengänge am Holztechnikum Kuchl unter dem Dach der Fachhochschule Salzburg vereint. Das trägt nicht nur dem Wunsch des Fachhochschulrates nach einer Reduktion der Zahl der Erhalter Rechnung, sondern bringt auch logistische Vorteile in Lehre und Forschung.
Diese Entwicklung wird mit der gemeinsamen Fachhochschule von Wirtschafts- und Arbeiterkammer nun konsequent fortgesetzt: Ein großer Fachhochschulerhalter, getragen von den Sozialpartnern Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer, wird in Zukunft das Geschick des Fachhochschulwesens in unserem Bundesland bestimmen. Die Fachhochschule wird drei Schwerpunkte aufweisen: Wirtschaft & Technik, Medien & Design, Gesundheit & Soziales.
Seit 1. 1. 2005 genießen die acht Fachhochschulstudiengänge und demnächst mit dabei der FH-Studiengang "Soziale Arbeit" ganz offiziell per Dekret den Status "Fachhochschule" mit einem Rektor. Dieser Rektor ist niemand geringerer als Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek, der als Bundesminister für Wissenschaft und Forschung maßgeblich an der Schaffung des österreichischen Fachhochschulwesens beteiligt war.
Die sechs Studiengänge in der Stadt Salzburg und Kleßheim werden im Herbst 2005 in das neue Gebäude der Fachhochschule im Puch-Urstein, die modernste Fachhochschule Öster-reichs, übersiedeln.

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