- 13.01.2005, 12:44:01
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SVA-Obmann Leitl: Positive Bilanz 2004 - Erfolge für die Versicherten
Leitl für weiteren Ausbau des sozialen Schutzes der Unternehmer
Wien (OTS) - "Die SVA hat die wichtigsten Ziele, die sie sich
gesetzt hat, erreicht", das sagte Obmann Präs. Dr. Christoph Leitl
heute, Donnerstag, anlässlich einer Pressekonferenz. Mit einem
Maßnahmenmix konnte die Beitragsbelastung der Wirtschaftstreibenden
im Sozialrecht deutlich gesenkt werden. Der Bogen spannt sich von der
Pauschalierung des Krankenversicherungsbeitrages in den ersten beiden
Jahren nach Betriebsgründung über eine Reduktion der
KV-Mindestbeitragsgrundlage und den Wegfall der 9,3-prozentigen
Erhöhung bei der vorläufigen Beitragsgrundlage bis hin zur
Aliquotierung des Unfallversicherungsbeitrages. Eine Entlastung
ergibt sich auch durch den Zuschuss zur Entgeltfortzahlung bei
Erkrankung eines Mitarbeiters. "Unser Ziel war es, die
Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen, vor allem der Klein- und
Mittelbetriebe, zu stärken. Das ist uns gelungen, heuer werden
Österreichs Unternehmer um 170,4 Millionen Euro entlastet. Für den
einzelnen Unternehmer ergibt sich im Durchschnitt eine jährliche
Ersparnis in Höhe von rund 610 Euro" so Präs. Leitl wörtlich.
Für das heurige Jahr setzt Obmann Leitl den Schwerpunkt auf den
Ausbau der sozialen Absicherung der Wirtschaftstreibenden. Mit einem
4-Punkte-Programm soll ein tragfähiges Netz gespannt werden, das den
Unternehmer auffängt, wenn etwas passiert. Dazu gehören die Schaffung
einer Arbeitslosenversicherung auf freiwilliger Basis, die Einführung
einer Unternehmerhilfe bei Krankheit, eine Art Kranken- bzw. Taggeld,
das bei längeren Erkrankungen vorgesehen ist. Weiters der
flächendeckende Ausbau verschiedener Betriebshilfemodelle, mit denen
bei krankheits- oder unfallbedingter Arbeitslosigkeit oder für die
Zeit des Mutterschutzes Ersatzkräfte zu günstigen Konditionen
vermittelt werden sollen. Schließlich soll die Hilfeleistung von SVA
und WKO verbessert und ausgebaut werden. Unternehmer sollen bei
existenzbedrohenden Ereignissen, die nicht Folgen des
Unternehmerrisikos sind, aus den Katastrophenfonds der regionalen
Wirtschaftskammern und dem SVA-Unterstützungsfonds eine Hilfestellung
von bis zu 10.000 Euro erhalten. "Österreichs Unternehmer haften mit
ihrem Kapital, ihrem Vermögen und ihrer Reputation. Es ist daher mehr
als gerecht, den Unternehmern eine soziale Absicherung zu bieten, wie
sie für unselbständig Erwerbstätige selbstverständlich ist", so Präs.
Leitl.
Aus aktuellem Anlass ging Präs. Leitl auch auf die Flutkatastrophe
in Asien ein, von der 19 Wirtschaftstreibende betroffen sind. Hier
ist die SVA um größtmögliche Kulanz bemüht: Die
Beitragsverpflichtungen werden vorübergehend ausgesetzt, der
Versicherungsschutz für die Angehörigen bleibt aufrecht, ein
Vorschuss auf Hinterbliebenenpension wird im Bedarfsfall
unbürokratisch geleistet. Unbürokratische Hilfe gab es zuletzt auch
für über 21.000 SVA-Versicherte, die von der Rezeptgebühr befreit
sind. Sie erhielten im Dezember des Vorjahres einen
Heizkostenzuschuss in Höhe von 100 Euro.
Weitere Themen bei der Pressekonferenz waren die
SVA-Gesundheitsinitiative und die neuen Internetdienste. Auch im Jahr
2005 werden die zahlreichen Aktivitäten auf dem Gesundheitssektor
fortgesetzt; der Bogen spannt sich von Gesundheitswochen über Nordic
Walking Kurse ("Fit durch Bewegung") bis hin zu Gesundheitsmessen,
die in Kooperation mit der Wirtschaftskammer veranstaltet werden. Im
Bereich der Web-Dienste wird den Versicherten mit der e-Rechnung in
Kürze ein neues Service geboten: Auf Wunsch erhält man die
Kontoauszüge direkt in das Internet-Banking, wird per mail über
Zahlungsfristen informiert, kann den Kontoauszug elektronisch
einsehen und sofort via Internet bezahlen. Postwege und
Papierzahlscheine gehören dann der Vergangenheit an.
OTS0140 2005-01-13/12:44
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