SVA-Obmann Leitl: Positive Bilanz 2004 - Erfolge für die Versicherten

Leitl für weiteren Ausbau des sozialen Schutzes der Unternehmer

Wien (OTS) - "Die SVA hat die wichtigsten Ziele, die sie sich gesetzt hat, erreicht", das sagte Obmann Präs. Dr. Christoph Leitl heute, Donnerstag, anlässlich einer Pressekonferenz. Mit einem Maßnahmenmix konnte die Beitragsbelastung der Wirtschaftstreibenden im Sozialrecht deutlich gesenkt werden. Der Bogen spannt sich von der Pauschalierung des Krankenversicherungsbeitrages in den ersten beiden Jahren nach Betriebsgründung über eine Reduktion der KV-Mindestbeitragsgrundlage und den Wegfall der 9,3-prozentigen Erhöhung bei der vorläufigen Beitragsgrundlage bis hin zur Aliquotierung des Unfallversicherungsbeitrages. Eine Entlastung ergibt sich auch durch den Zuschuss zur Entgeltfortzahlung bei Erkrankung eines Mitarbeiters. "Unser Ziel war es, die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen, vor allem der Klein- und Mittelbetriebe, zu stärken. Das ist uns gelungen, heuer werden Österreichs Unternehmer um 170,4 Millionen Euro entlastet. Für den einzelnen Unternehmer ergibt sich im Durchschnitt eine jährliche Ersparnis in Höhe von rund 610 Euro" so Präs. Leitl wörtlich.

Für das heurige Jahr setzt Obmann Leitl den Schwerpunkt auf den Ausbau der sozialen Absicherung der Wirtschaftstreibenden. Mit einem 4-Punkte-Programm soll ein tragfähiges Netz gespannt werden, das den Unternehmer auffängt, wenn etwas passiert. Dazu gehören die Schaffung einer Arbeitslosenversicherung auf freiwilliger Basis, die Einführung einer Unternehmerhilfe bei Krankheit, eine Art Kranken- bzw. Taggeld, das bei längeren Erkrankungen vorgesehen ist. Weiters der flächendeckende Ausbau verschiedener Betriebshilfemodelle, mit denen bei krankheits- oder unfallbedingter Arbeitslosigkeit oder für die Zeit des Mutterschutzes Ersatzkräfte zu günstigen Konditionen vermittelt werden sollen. Schließlich soll die Hilfeleistung von SVA und WKO verbessert und ausgebaut werden. Unternehmer sollen bei existenzbedrohenden Ereignissen, die nicht Folgen des Unternehmerrisikos sind, aus den Katastrophenfonds der regionalen Wirtschaftskammern und dem SVA-Unterstützungsfonds eine Hilfestellung von bis zu 10.000 Euro erhalten. "Österreichs Unternehmer haften mit ihrem Kapital, ihrem Vermögen und ihrer Reputation. Es ist daher mehr als gerecht, den Unternehmern eine soziale Absicherung zu bieten, wie sie für unselbständig Erwerbstätige selbstverständlich ist", so Präs. Leitl.

Aus aktuellem Anlass ging Präs. Leitl auch auf die Flutkatastrophe in Asien ein, von der 19 Wirtschaftstreibende betroffen sind. Hier ist die SVA um größtmögliche Kulanz bemüht: Die Beitragsverpflichtungen werden vorübergehend ausgesetzt, der Versicherungsschutz für die Angehörigen bleibt aufrecht, ein Vorschuss auf Hinterbliebenenpension wird im Bedarfsfall unbürokratisch geleistet. Unbürokratische Hilfe gab es zuletzt auch für über 21.000 SVA-Versicherte, die von der Rezeptgebühr befreit sind. Sie erhielten im Dezember des Vorjahres einen Heizkostenzuschuss in Höhe von 100 Euro.

Weitere Themen bei der Pressekonferenz waren die SVA-Gesundheitsinitiative und die neuen Internetdienste. Auch im Jahr 2005 werden die zahlreichen Aktivitäten auf dem Gesundheitssektor fortgesetzt; der Bogen spannt sich von Gesundheitswochen über Nordic Walking Kurse ("Fit durch Bewegung") bis hin zu Gesundheitsmessen, die in Kooperation mit der Wirtschaftskammer veranstaltet werden. Im Bereich der Web-Dienste wird den Versicherten mit der e-Rechnung in Kürze ein neues Service geboten: Auf Wunsch erhält man die Kontoauszüge direkt in das Internet-Banking, wird per mail über Zahlungsfristen informiert, kann den Kontoauszug elektronisch einsehen und sofort via Internet bezahlen. Postwege und Papierzahlscheine gehören dann der Vergangenheit an.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Gerhard Schumlits
Tel. Nr. (01) 546 54/3466 DW
e-mail: Gerhard.Schumlits@sva.sozvers.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0009