Industrie: Senkung der Netztarife stärkt Wettbewerb

Stv. GS Koren: Netzkosten schrittweise auf im EU-Vergleich konkurrenzfähiges Niveau senken - Neue Kraftwerke und 380 kV-Leitung bauen!

Wien (PDI) - "Die gestern von der E-Control-Kommission
beschlossene Netztarifsenkung in Salzburg, Burgenland, Kärnten und bei der Verbund APG bedeutet aus Sicht der Industriellenvereinigung (IV) eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie", erklärte der stellvertretende Generalsekretär der IV, Ing. Mag. Peter Koren. "Die IV geht davon aus, dass die Anpassung der Tarife aller übrigen Bundesländer nun ebenfalls zügig vorgelegt und verabschiedet werden kann. Ziel bleibt, die Netztarife schrittweise auf ein im europäischen Vergleich konkurrenzfähiges Niveau abzusenken, um den Wettbewerb am Strommarkt zu beleben." Die hohen Netztarife werden, wie von der EU-Kommission bestätigt, als ein Haupthindernis für einen funktionierenden Wettbewerb in Österreich eingestuft.

Ziele bleiben konkurrenzfähige Netzkosten und Ausbau der Infrastruktur

Gleichzeitig ist für Investitionssicherheit und Wachstum von Österreichs Industrieunternehmen die Versorgungssicherheit mit Energie Voraussetzung. Der nächste Schritt dafür ist laut Koren, dass mit Hilfe des Unbundling in den anstehenden Ausführungsgesetzen der Länder sicher gestellt wird, "dass das, was im Netz verdient wird, wieder ins Netz im Sinne der Versorgungssicherheit investiert wird." Für diese Versorgungssicherheit müssen wegen des steigenden Stromverbrauchs auch neue Kraftwerke gebaut und eine zügige Schließung des 380 kV Rings sichergestellt werden. "Die Pläne der Energieversorgungsunternehmen dafür werden von der IV massiv unterstützt", bekräftigte Koren.

Unsicherheit beenden - 2005 einen Energie-Generalplan diskutieren!

Die bereits angekündigten rechtlichen Schritte gegen die neue Netztarif-Verordnung zeigen den unsicheren Zustand für Stromkonsumenten und -produzenten. Damit eine planbare Situation für alle Marktteilnehmer geschaffen werden kann, tritt die IV für einen integrierten und umfassenden Ansatz für die Energiezukunft in Österreich ein. Neben der Diskussion über Energiekosten und Wettbewerb geht es gleichzeitig um Versorgungssicherheit und den effizienten Einsatz von Ressourcen.
"Das Thema Energie darf nicht ständig nur anhand von Einzelthemen diskutiert werden. Ein energiewirtschaftliches Gesamtkonzept fehlt", kritisierte Koren.

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