VP-Korosec: Teilzeitdirektorinnen und -direktoren sind für anstehende KAV-Reformen zu wenig

Besorgniserregende Signale der Wiener SP-Gesundheitspolitik

Wien (VP-Klub) - "Der Wiener Krankenanstaltenverbund braucht mehr als Teilzeitdirektorinnen und -direktoren. Für nebenberufliche Privattätigkeiten in Zeiten dringend notwendiger Reformen im Wiener Krankenanstaltenverbund ist wohl keine Zeit", kritisiert die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, die vorgelegten Sonderverträge der neuen KAV-Direktion. Zudem werde hinsichtlich dieser Nebenbeschäftigungsregelungen bei den Direktorinnen und Direktoren mit unterschiedlichem Maß gemessen.

"Nicht zuletzt die Untersuchungen rund um Lainz, die Höhe der nichtmedizinischen Kosten in Wien im Vergleich zu den anderen Bundesländern, die IHS-Studie zur Effizienzsteigerung am Beispiel der Wiener Ordensspitäler, der Rechnungshofbericht zum SMZ-Ost und die vielen Kontrollamtsberichte zeigen eindeutig, dass viel Reformarbeit bei den städtischen Spitälern in Wien notwendig ist", betont Korosec.

Zu lange Kündigungsfristen, unbefristete Karenzierungen und zusätzliche Abfertigungen sind nicht tragbar

"Eine 18-monatige Kündigungsfrist, die ansonsten automatisch zu einer Vertragsverlängerung um weitere fünf Jahre führt, ist gerade vor dem Hintergrund anstehender Reformen nicht akzeptabel", kritisierte die Gesundheitssprecherin. "Unbefristete Karenzierungen sind beispielsweise auf Bundesebene nicht üblich", betont Korosec.

Weiters seien Abfertigungen in Höhe eines zwölffachen Monatsgehaltes nach nur 5 Jahren für den zukünftigen Generaldirektor und den Direktor der Wiener Pflegeheime im Zusammenhang mit einer unbefristeten Karenzierung und großzügigen Nebenbeschäftigungsmöglichkeiten nicht vertretbar.

Signale mit derartigen Sonderverträgen zeigen SP-Reformunwillen

Man dürfe nicht vergessen, dass aufgrund der verschlafenen Optimierungspotentiale bei den städtischen Spitälern ein Neubeginn mit einer ausgetauschten KAV-Direktion immer wieder von der SP-Allmacht vollmundig versprochen wurde. "Mit derartigen Signalen der SP- Gesundheitspolitik für Wien sind aber wohl alle Hoffnungen auf notwendige Reformen und Effizienzsteigerungen endgültig zu begraben", kritisiert Korosec und fordert: "Stadträtin Brauner ist nun aufgefordert zu erklären, wie Sie das große und wichtige Unternehmen Wiener Krankenanstaltenverbund ohne Verschleuderung von Steuergeldern für die nächsten Jahre fit machen will."

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