Samstag 15. Jänner: Enquete "Selbstbestimmt statt fremdbeHERRscht"

30 Jahre Fristenregelung bieten Anlass, das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper zu thematisieren

Wien (SK) Am Samstag den 15. Jänner 2005 findet anlässlich des 30jährigen Bestehens der Fristenregelung in Österreich ab 13 Uhr im "ega" eine Enquete unter dem Motto "Selbstbestimmt statt fremdbeHERRscht" statt. Die Enquete wird von der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) gemeinsam mit der Aktion kritischer SchülerInnen (AKS), der Jungen Generation in der SPÖ (JG), den SPÖ Frauen und dem Verband Sozialistischer StudentInnen (VSSTÖ) veranstaltet.

Am Nachmittag wird es vier Arbeitskreise mit Expertinnen rund um das Thema Selbstbestimmung geben. Aufgegriffen werden die Bereiche Familie, Gewalt, Prostitution und Arbeit. Im Anschluss gibt es ab 19 Uhr eine Podiumsdiskussion, bei der Barbara Prammer, 2. Präsidentin des Nationalrates, Christian Fiala, Leiter des Ambulatoriums Gynmed, Irmtraut Karlsson, ehemalige Bundesfrauensekretärin der SPÖ und Magorzata Perkowska, Mitarbeiterin im polnischen Büro für Gleichbehandlungsfragen, zurückblicken und über die aktuelle Situation sprechen werden.

Ludwig Dvorak, Vorsitzender der SJÖ, betont gegenüber dem Pressedienst der SPÖ die Wichtigkeit der Thematisierung des Schwangerschaftsabbruchs auch 30 Jahre nach der Beschlussfassung im Parlament: "Bis heute machen sich radikale AbtreibungsgegnerInnen für ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen stark. Die GegnerInnen schrecken nicht vor Psychoterror gegen Frauen zurück, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen wollen. Unterstützung bekommen sie von SpitzenpolitikerInnen der schwarz-blauen Bundesregierung. Dieser Zustand ist nicht tragbar."

Stefanie Vasold, Frauensprecherin der SJÖ, fordert die endgültige Entfernung der Regelung des Schwangerschaftsabbruchs aus dem Strafgesetzbuch und die Errichtung von Bannmeilen um Kliniken zum Schutz der betroffenen Frauen. "Die Kriminalisierung von Frauen durch die Beibehaltung der Regelung im Strafrecht ist nicht akzeptabel und gehört zu den juristischen Relikten des vorigen Jahrhunderts. Wir wollen bei dieser Veranstaltung Bilanz ziehen und einen kritischen Blick auf die Möglichkeiten für Frauen werfen, selbstbestimmt zu leben. Neben der Frage des Schwangerschaftsabbruchs ist es unerlässlich Themen wie Gewalt gegen Frauen, den sich verstärkenden Schönheitsterror gegen Frauen oder Fragen zur formalen Gleichstellung am Arbeitsmarkt anzusprechen", so Vasold gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Zeit: Samstag, 15. Jänner, ab 13 Uhr
Ort: ega - Frauen im Zentrum, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Das komplette Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung findet sich auf der Homepage www.30-jahre-fristenregelung.at . Alle interessierten Frauen und Männer sowie die VertreterInnen der Medien sind herzlich eingeladen.

(Schluss) ns/mm

Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, 01 523 41 23 oder 0699 19 15 48 04, http://www.sjoe.at

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