Karas: Dank an Europas Spendenbereitschaft nach der Flutkatastrophe

Kofinanzierung der EU-Hilfsprojekte sichern, Zollerleichterungen ausbauen

Straßburg, 13. Jänner 2005 (ÖVP-PK) "Bis heute haben Europas Bürgerinnen und Bürger europaweit 850 Millionen Euro für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien gespendet. Diesen Millionen von hilfsbereiten Europäern ist dafür zu danken, dass sie nicht weggeschaut, sondern hingeschaut und geholfen haben. Gerade in Österreich war die Spendenbereitschaft der Menschen überwältigend, darauf bin ich als Österreicher auch stolz. Besonders möchte ich mich aber auch bei den betroffenen Menschen im Katastrophengebiet dafür bedanken, dass sie trotz ihrer eigenen Not und Verzweiflung vielen Bürgerinnen und Bürgern aus unseren Mitgliedstaaten geholfen haben", sagte der Vizepräsident der EVP-ED-Fraktion im Europäischen Parlament, Mag. Othmar Karas, anlässlich der Plenardebatte in Strassburg über die Folgen der Flutkatastrophe. ****

Dank gab es von Seiten des Präsidenten des Österreichischen Hilfswerks aber auch bei der öffentlichen Hand, allen Hilfsorganisationen und den Freiwilligen, die sofort Hand angelegt haben. "Ich habe aber auch eine Bitte: Die Europäische Kommission sollte die EU-Projekte zum Wiederaufbau raschest möglich ausschreiben, damit die Kofinanzierung zwischen EU und Mitgliedstaaten gesichert werden kann und damit mit allen, die ihre Hilfe anbieten, die nötige Koordination erfolgen kann", so Karas weiter.

Europa und die Europäische Union seien in einer globalen Welt mit seiner globalen Verantwortung konfrontiert. "Wir müssen erkennen, dass wir immer stärker voneinander abhängen und einander näher sind, als es in der tagespolitischen Polemik und Diskussion oft scheint. Ich möchte daher auch Rat und Kommission auffordern, den Vorschlag von EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner nicht ad acta zu legen. Wir alle können im Krisenmanagement, in der Koordination und der Vorbeugung nicht nur auf EU-Ebene, sondern auch in unseren Staaten selbst mehr tun. Wir haben noch zu lernen, was man noch besser machen kann", betonte Karas.

Abschließend forderte Karas die Europäische Kommission zu Überlegungen auf, den am meisten betroffenen Ländern zusätzliche Unterstützung im Rahmen der allgemeinen Zollpräferenzen zu gewähren:
"Ich hoffe, dass sich die Kommission vorstellen könnte, im Rahmen ihrer Verordnung über ein Schema allgemeiner Zollpräferenzen für den Zeitraum Juli 2005 bis Ende 2008 das Präferenzangebot zugunsten der betroffenen Länder auszuweiten", sagte Karas abschließend.

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