Premiere: Satelliten-Mautsystem von Siemens läuft erfolgreich in Seattle/USA

Siemens Österreich startet weltweit mit Telematik-Know-how durch Wien/Seattle (OTS) - Mit Auszeichnung bestanden! Nach erfolgreicher Testphase startet jetzt im Großraum Seattle "Puget Sound"/US-Bundesstaat Washington der Pilot für das von Siemens Österreich entwickelte Satelliten gestützte Mautsystem. Auf dem Weg zur "Intelligenten Straße der Zukunft" werden dabei auch Erkenntnisse über Verkehrsaufkommen, Fahrverhalten oder Verkehrsbeeinflussung für die 3,4 Mio. Einwohner starke verkehrsgeplagte Region Puget Sound generiert. Die Telematik-Spezialisten von Siemens Österreich setzen mit Erfolg auf richtungsweisende Verkehrslösungen: International und in Österreich, wie auch der neue Auftrag für den Verkehrsrechner der Stadt Wien zeigt. Das Geschäftsvolumen des Kompetenzzentrums Telematik von Siemens Österreich betrug im Jahr 2004 EUR 40 Mio., mit einer erwarteten Verdoppelung des Volumens in den nächsten 2 Jahren.

"Es sind tolle Momente, wenn Visionen Realität werden. Unser Satelliten-Mautsystem funktioniert hervorragend, der Kunde ist zufrieden und wir konnten zeigen, dass wir komplette Verkehrslösungen aus einer Hand bieten können," freut sich Brigitte Ederer, Vorstandsmitglied der Siemens AG Österreich, über den erfolgreichen Know-how-Transfer aus Österreich.

Mauttechnologie "Made in Austria"

Auftraggeber für das richtungsweisende Pilotprojekt, das weltweit von anderen Metropolen und Regionen mit Aufmerksamkeit verfolgt wird, ist der Puget Sound Regional Council (PSRC), zuständig für Verkehrsprojekte und Mittelvergabe im Großraum Seattle "Puget Sound". Das Projekt umfasst rund 5 500 Straßenkilometer mit nahezu 6 600 Mautabschnitten. Puget Sound bestehend aus 4 Counties mit 82 Cities hat rund 3,4 Mio. Einwohner auf einer Fläche so groß wie die Steiermark (16.300m2). Siemens absolvierte die Testphase in der ersten Jahreshälfte 2004 erfolgreich, alle technischen Einrichtungen und Systeme vom Betriebsdaten-Update bis zum GSM-Datenverkehr funktionieren einwandfrei. Anfang 2005 startete das Pilotprojekt.

Die von Siemens Österreich (Bereich Industrial Solutions and Services - I&S) entwickelte Satelliten-Mauttechnologie auf GPS/GSM-Basis für alle Verkehrsteilnehmer soll dem Auftraggeber PSRC neben technischen und ökonomischen Aspekten auch Informationen über die Auswirkungen von verkehrsabhängigen Mautgebühren auf Verkehrsteilnehmer und die Öffentlichkeit liefern - und zwar innerhalb eines einjährigen Beobachtungszeitraums für zunächst 500 Verkehrsteilnehmer. Generiert werden Daten wie Verkehrsaufkommen, Stoßzeiten, Fahrverhalten, aber auch ob und in welchem Umfang Verkehrsteilnehmer auf alternative Routen ohne Maut ausweichen oder auf andere Verkehrsträger umsteigen. "Diese Daten und vor allem die sinnvolle Nutzung und Weiterleitung dieser Daten führt uns auf 'die intelligente Straße', die Verkehrsabläufe effizienter gestaltet und damit Kosten spart, die Verkehrssicherheit erhöht sowie verkehrsbedingte Umweltbelastungen verringern kann." erklärt Kurt Hofstädter, Leiter des Siemens-Bereichs Industrial Solutions and Services. Weiter: "Und genau dafür bündeln wir bei Siemens unser Know-how und haben so ein weltweit anerkanntes Kompetenzzentrum Telematik in Österreich geschaffen. Derzeit beteiligen wir uns an mehreren LKW-Maut-Ausschreibungen wie zB in Großbritannien oder in Tschechien."

Siemens erhält Auftrag für neuen Verkehrsrechner der Stadt Wien

Erst im Dezember 2004 erhielt Siemens im Rahmen des Projekts "Verkehrsmanagement Wien" (VEMA) von der Stadt Wien den Auftrag über die Erneuerung eines Verkehrsrechners in Wien. Der Auftrag in Höhe von EUR 10 Mio. umfasst die Erneuerung des bestehenden Verkehrs-sowie Planwandrechners für die Leitzentrale der Wiener Polizei zur digitalen Steuerung von Ampeln und Verkehrsregelanlagen. Darüber hinaus liefert Siemens aber mit visionären Hightech-Elementen die Basis für ein europaweit einzigartiges Verkehrsmanagement: Mit der Vernetzung des neuen Verkehrsrechners der Stadt Wien und der -ebenfalls von Siemens und einem Konsortium entwickelten -Verkehrsleitzentrale der ASFINAG in Inzersdorf werden 80% der Informationen des österreichischen Verkehrs in zwei Managementzentralen zusammengefasst. Damit liegt Österreich an der Europaspitze und kann den Benutzern österreichischer Straßen umfassende Informationen und Service bieten.

Die Straßen der Zukunft müssen mitdenken

Wie die zahlreichen Maut-Ausschreibungen und -Anfragen zeigen, setzen weltweit Entscheidungsträger auf die Möglichkeiten von Telematik bei der Lösung von Verkehrsproblemen. Auch in Österreich kündigte das Verkehrsministerium im Oktober 2004 eine "Telematikoffensive" an. Ein weiterer Schritt in Richtung mehr Verkehrssicherheit, so soll zB die Zahl der Toten und Verletzten auf Österreichs Straßen deutlich gesenkt werden. Das bedeutet auch eine Einsparung der Unfallfolgekosten um rund EUR 57 Mio., die Erhöhung der Kapazität auf den Autobahnen um 10 Prozent und die Verringerung der Wartezeiten im Stau um 3 Prozent. Insgesamt eine Ersparnis der Staukosten um jährlich EUR 190 Mio.

Siemens bietet einzigartiges Telematik-Portfolio weltweit

Seit über 10 Jahren setzt Siemens auf zukunftsweisende Technologien mit Telematik-anwendungen. Anfang 2003 bündelte Siemens Österreich diese Kompetenzen zum international tätigen Kompetenzzentrum Telematik. Damit bietet Siemens heute als einziges Unternehmen weltweit ein komplettes Telematik-Portfolio von der Entwicklung der Technik über Produkte und Systeme bis zur Implementierung der Lösungen und den Dienstleistungen. Im Jahr 2004 betrug das Geschäftsvolumen im Telematikbereich in Österreich EUR 40 Mio. mit einer erwarteten Verdoppelung des Volumens in den nächsten 2 Jahren. In Österreich arbeiten derzeit 250 MitarbeiterInnen an Telematikprojekten. Weltweit sind bei Siemens 2500 MitarbeiterInnen im Bereich Telematik tätig und erwirtschaften jährlich einen Umsatz von EUR 450 Mio. Siemens Österreich ist außerdem Gründungsmitglied des 2003 ins Leben gerufenen Austrian Traffic Telematics Clusters (ATTC), der als "Do-Tank" die Weiterentwicklung und Umsetzung neuer Technologien und Erkenntnisse im Telematik-Bereich vorantreibt.

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