Neue WIFI-Bildungsstatistik: 300.000 Kursteilnehmer pro Jahr -Trend zu längerer Ausbildung

Landertshammer: WIFI reagiert mit innovativen Bildungsprodukten auf Bedarf der Wirtschaft: über 20 Prozent des WIFI Angebots im letzten Kursjahr neu entwickelt Wien (PWK021) - "300.000 WIFI-Kunden, mehr als 24.000 Kurse und über 11.000 Trainer aus der Wirtschaft", stellt Michael Landertshammer, Leiter des WIFI Österreich, die Eckdaten der WIFI-Bildungsstatistik für das Jahr 2003/2004 vor. Mehr als 20 Prozent des WIFI-Angebotes wurden im letzten Kursjahr neu entwickelt. Damit reagiert das WIFI mit innovativen Bildungsprodukten auf den Bedarf der Wirtschaft. Auch bei der Länge der Ausbildungen kam es zu einer deutlichen Steigerung. 2004 betrug der durchschnittliche Besuch eines WIFI-Kurses 63 Stunden. "Das Auffälligste ist", so Landertshammer, "dass Weiterbildung nicht mehr als Luxus, sondern als Notwendigkeit angesehen wird. Die Menschen bilden sich sehr zielorientiert weiter. Das Notwendige kommt zuerst. Nicht mehr das ‚Nice to have’ sondern das ‚Need to have’ steht bei den Unternehmen im Vordergrund."

Mit 30 Prozent ist die Nachfrage bei BWL-Veranstaltungen am größten. Dabei spielen qualitativ hochwertige Ausbildungen und international anerkannte Zertifikate und Lehrgänge eine wichtige Rolle. "Unternehmen verlangen immer stärker BWL-Kenntnisse, sowohl bei Jobeinsteigern als auch -umsteigern", führt Landertshammer aus.

Stabil geblieben mit einem Anteil von 24 Prozent sind die branchenspezfischen Aus- und Weiterbildungen. Dazu zählen Tourismus, Gewerbe und Handwerk, Verkehr und Handel. "Aufgrund unserer Nähe zu den Fachorganisationen der Wirtschaftskammer ist das WIFI in diesem Ausbildungssegement einfach konkurrenzlos", freut sich Landertshammer. Von der Basisausbildung bis zu akademischen Lehrgängen reicht hier das Angebot. Vor allem in der Gastronomie und im Tourismus werden laufend neue Spezialangebote kreiert.

Bei EDV-Kursen ist ein Rückgang auf 13 Prozent zu verzeichnen. "Das Konjunkturtief im IT-Sektor der letzten Jahre wirkt sich auch auf die Weiterbildung aus. Dazu kommt, dass das IT-Basiswissen zunehmend von Schulen abgedeckt wird", so der Bildungsexperte. Reagiert hat das WIFI auf diese Entwicklung mit vertiefenden und innovativen Trainingsprogrammen, beispielsweise mit LINUX, mobile Computing und IT-Lehrgängen mit akademischen Abschlüssen. In den Bereichen Security und Internet rechnet Landertshammer wir wieder mit einem Anstieg.

Bei Sprachen signifikant gestiegen ist die Nachfrage nach osteuropäischen Sprachen. Das wichtigste Motiv bei den Kunden ist es, international Karriere zu machen", weist Landertshammer hin.

Ein klarer Trend besteht zur Individualisierung und Selbststeuerung des Lernens. So betreut das WIFI mit eLearning bereits durchschnittlich 1.500 Kunden pro Monat. Besonders gefragt beim eLearning sind IT-Kurse, Sprachen und Unternehmertrainings. Landertshammers langfristiges Ziel sei es, für das gesamte WIFI-Angebot ergänzend eLearning anzubieten.

Das Bedürfnis nach akademischen Ausbildungen steigt generell -sowohl bei den Unternehmern als auch bei den Angestellten. "Der Markt braucht hochqualifizierte Mitarbeiter, vor allem in den KMUs. Die Betriebe brauchen Praktiker. Nicht jeden Job muss ein Akademiker erledigen", stellt Landertshammer klar. So hat das WIFI im gehobenen Segment sein Angebot mit Fachhochschulen, Lehrgängen universitären Charakters, Management- und Führungskräfteseminaren deutlich ausgebaut. Mit 120 Millionen Euro im Studienjahr 2003/2004 konnten die WIFIs ihre Umsätze weiter steigern. Der Marktanteil des WIFIs in der beruflichen Weiterbildung beträgt 20 Prozent. (Ne)

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