Flutkatastrophe: In Indien werden die Ärmsten der Armen zu KatastrophenhelferInnen

Die Dalits - die "Unberührbaren" - helfen in den zerstörten Dörfern in Tamil Nadu/Missio Austria bittet um Spenden Wien (OTS) - Sie gelten normal als "unrein" und "unberührbar" -die "Dalits" - Menschen, die unter- und außerhalb des indischen Kastensystems stehen. Doch die Flut hat alle Systeme durch einander gewirbelt. Bereits wenige Stunden nach der Katastrophe sind MitarbeiterInnen und Freiwillige der Dalit-Selbsthilfegruppe "CECO'DE" - (Centre for Community Organization and Development) in den betroffenen Dörfern der Gebiete Villupuram und Cuddalore in Tamil Nadu/Südindien eingetroffen. Alle MitarbeiterInnen von "CECO'DE" haben sofort erste Maßnahmen ergriffen. Sahaya Raj, der Leiter von "CECO'DE", dazu in einer Nachricht an Missio Austria: "Die versprochenen Hilfemaßnahmen der Regierung brauchen lange Zeit, um die Opfer zu erreichen und kommen nicht zu den Bedürftigen. Unsere Stärke liegt genau in dieser direkten Hilfe, in den Erfahrungen, die wir bei früheren Katastrophen gemacht haben." Seit fünf Jahren unterstützt Missio Austria die Arbeit der Dalit-Organisation in ihrem Einsatz für die "gebrochenen Menschen", wie sich die Dalits selbst bezeichnen.

"Gerade die Menschen, die Tag für Tag selbst um ihre Anerkennung und ihr Überleben kämpfen müssen, werden jetzt zu Helfern in der Not", betont Christian Mazal, Generalsekretär von Missio Austria. "Das lokale Netzwerk der Frauengruppen, der Jugendlichen und der Gesundheitshelferinnen leistet bereits in 52 Dörfern großartige Hilfe". Geht es nach der Verfassung gibt es bereits seit 1950 keine Einteilung in Kasten mehr - tatsächlich besteht sie aber unvermindert weiter: knapp ein Viertel aller InderInnen, 240 Millionen Menschen, sind tagtäglich Opfer von Diskriminierungen.

Die indische Dalit-Selbsthilfegruppe "CECO'DE" hat nun Missio um finanzielle Unterstützung gebeten, um ihre dringend benötigte Hilfe für die Flutopfer in den ärmsten Dörfern fortsetzen zu können. Nothilfemaßnahmen sind weiterhin die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Medikamenten, Geschirr, Decken, Petroleum-Kochern, Kleidung und die Errichtung von Notunterkünften. Zusätzlich bereitet Sahaya Raj schon die nachhaltige und längerfristige Unterstützung vor: psychologische Betreuung, schulische Weiterbildung und Betreuung der Waisenkinder. Er schreibt: "Wir bitten inständig um Eure Solidarität, damit diese verheerende Katastrophe nicht noch weitere Menschenleben kostet!"

Missio Austria bittet um Spenden für diese Selbsthilfegruppe der indischen Bevölkerung auf das PSK-Konto 7015.500, Kennwort "Fluthilfe"

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