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AK verlangt Stipendien-Erhöhung um 10 Prozent

Nach kleineren Verbesserungen umfassende Stipendien-Reform nötig

Wien (OTS) - Die Erhöhung der Studienbeihilfen um 10 Prozent und weitere Verbesserungen beim Studienabschlussstipendium für Berufstätige: Das fordert die Arbeiterkammer nach der gestrigen Einigung im Wissenschaftsausschuss auf kleinere Verbesserungen bei den Studienbeihilfen. Die AK beurteilt den geplanten Initiativantivantrag als gut, aber nicht ausreichend. Vor allem sind die Höhen und die Bemessungsgrundlagen für die Studienbeihilfen seit dem Jahr 2000 unverändert, während der Preisindex um rund 10 Prozent gestiegen ist. Hier verlangt die AK dringend eine Anpassung - und zwar durch eine umfassende Stipendiennovelle mit einem ordentlichen Begutachtungsverfahren.

Die Anpassung der Höhen und der Bemessungsgrundlagen für die Studienbeihilfen an die Preisentwicklung von rund 10 Prozent ist nach Auffassung der AK überfällig. Sonst drohen weiter real sinkende Stipenden. Im Jahr 2002 betrug die jährliche durchschnittliche Studienbeihilfe noch 3.965 Euro, eine Jahr später aber nur mehr 3.877 Euro. Ebenso werde der Druck zur Erwerbstätigkeit neben dem Studium steigen.

Für berufstätige Studierende will die Arbeiterkammer weitere Verbesserungen des Studienabschlussstipendiums: Die Studiengebühren sollen ersetzt werden - wie bei anderen StipendienbezieherInnen auch. Zudem soll neben dem Bezug des Studienabschlussstipendiums ein Verdienst bis zur Geringfügigkeitsgrenze möglich sein.

Außerdem sollen die Altersgrenzen für den Bezug eines Stipendiums auf 40 Jahre angehoben werden (derzeit 30 bzw 35 bei vorhergehender Berufstätigkeit). Die AK will auch, dass bei weiterführenden Studien die Altersgrenze für den Stipendienbezug nicht mehr überprüft wird. Zudem sollte die Berücksichtigung von wichtigen Gründen beim Nachweis des Studienerfolgs auch nach den ersten zwei Semestern möglich sein.

Rückfragen & Kontakt:

Peter Mitterhuber
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2347
peter.mitterhuber@akwien.at
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