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BRINEK: STUDIENFÖRDERUNGSNOVELLE GROSSER ERFOLG FÜR STUDIERENDE

Neues Professorinnenförderungsprogramm für Unis

Wien, 12. Jänner 2005 (ÖVP-PK) - Erfreut über die gestrige Vier-Parteien-Einigung zum Studienförderungsgesetz zeigte sich heute, Mittwoch, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Dr. Gertrude Brinek: "Die neue Regelung ist ein großer Erfolg für die Studierenden. Nach der geltenden Rechtslage besteht nämlich kein Anspruch auf Studienbeihilfe für ein Doktoratsstudium, wenn zwischen Diplomstudium und Doktoratsstudium ein (schon vorher aufgenommenes) anderes Studium betrieben wird. Das gleiche gilt für den Anspruch auf Studienbeihilfe für ein Magisterstudium, wenn zwischen Bakkalaureatsstudium und Magisterstudium ein anderes Studium gemacht wird. Das Gesetz unterscheidet nicht, ob das andere Studium schon längere Zeit betrieben oder neu aufgenommen wurde. Diese Regelung fällt nun weg", freut sich Brinek. ****

Weiters sind im Ausschuss folgende Abänderungen beschlossen worden:

o Mindeststudienerfolg für Magisterstudien gemäß dem Bolognamodell

o Studienabschluss-Stipendien - Berücksichtigung von Härtefällen beim Studienabschluss

o Förderung von Auslandsstudien bereits ab dem dritten Semester möglich. Da ohnehin über das Auslandsstudium ein Studienerfolgsnachweis vorzulegen ist, kann auf den Nachweis der Inskription im Ausland verzichtet werden.

o Neugliederung der Universitäten - Leistungs- und Förderungsstipendien werden nicht mehr auf Fakultäts-, sondern auf Universitätsebene vergeben

o Die Einführung eines Erfolgsnachweises für Magisterstudien soll auf Grund des Vertrauensschutzes erst für jene Studierenden gelten, die ab dem Studienjahr 2005/06 ihr Magisterstudium beginnen.

FRAUENFÖRDERUNG WIRD GROSS GESCHRIEBEN

Brinek begrüßte zudem die zahlreichen bereits etablierten Maßnahmen zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft sowie neue Programme zur Frauenförderung, die gestern im Wissenschaftsausschuss diskutiert wurden. "Die Bildungsministerin gibt sich nicht mit leeren Sonntagsreden zufrieden, sondern handelt. Seit vielen Jahren wird die gezielte Unterstützung und Förderung von Frauen in der Lehre und Forschung groß geschrieben, und noch nie wurde von Seiten des Ressorts so viel für Frauen getan."

Mehr als die Hälfte der Studierenden und der Absolvent/-innen sind bereits Frauen. Nun gilt es, die richtigen Weichen auch auf der Professor/innenebene zu stellen. Besonders begrüßte Brinek in diesem Zusammenhang das neue Programm "Professorinnen x 2", das auf Vorschlag des frauenpolitischen Beirats - verabschiedet im Zuge des UG 2002 - eingerichtet wurde. Es sieht die Verdoppelung der Anzahl der weiblichen Professorinnen an den Universitäten von derzeit acht auf 16 Prozent bis 2010 vor. Es ist ein Anreizprogramm, das die Anstellung von Professorinnen belohnt und mithilft, die Berufungspraxis an den Universitäten zugunsten von Frauen zu verbessern. Universitäten, die Professuren mit Frauen besetzen und damit die bestehende Anzahl an weiblichen Professuren steigern können, werden finanziell belohnt. Das Projekt wird mit einem Volumen von einer Million Euro 2005 gestartet.

Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin zeigte sich zudem erfreut über die neue Präsidentin des Privatuni-Akkreditierungsrats Hannelore Weck-Hannemann. Diese habe in den vergangenen Jahren als Mitglied des Akkreditierungsrates große Erfahrung gesammelt und sei eine unabhängige, standfeste und national und international anerkannte Person. Sie werde die durch Helmut Konrad eingeleitete souveräne Akkreditierungspolitik sicher fortsetzen. "Mit der Ernennung Weck-Hannemanns wird ein besonderes frauenpolitisches Zeichen gesetzt - role modelling wird für Frauen- und Geschlechterpolitik immer wichtiger. Es mögen noch weitere Zeichen folgen", so Brinek.

"Gleichberechtigung für Männer und Frauen ist dann erreicht, wenn es mindestens so viele Frauen wie Männer in wissenschaftlichen Führungspositionen gibt. Das ist das Ziel, wir sind am richtigen Weg", schloss die Politikerin.
(Schluss)

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