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SPÖ-Neujahrskonferenz: Diskussion (1) - Gusenbauer befürchtet für Gedenkjahr 2005 "kollektives Gähnen"

Wichtiger als Feiern sind die Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft

Wien (SK) Anlässlich der im Rahmen der SPÖ-Neujahrskonferenz stattfindenden Diskussion zum Thema "Aufrichtig für unsere Geschichte - offen für die Zukunft. Gedenkjahr 2005" äußerte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Mittwoch die Befürchtung, dass die vielen Staatsakte beim Publikum zu "kollektivem Gähnen" führen könnten, da sich nach der dritten Feierlichkeit Langeweile einstellen könnte, weil sich die Staatsakte nicht sehr von einander unterscheiden werden. "Was auf viel mehr Interesse stoßen könnte, ist die Frage, wie man aus der Vergangenheit Kraft für die Zukunft schöpfen kann, wo die Probleme liegen und welche Vorschläge wir haben", so Gusenbauer, der betonte, dass das Gedenkjahr geeignet sei, solche Diskussionen zu führen. "Wichtiger als zu feiern ist, die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft anzunehmen. Dafür wird sich die SPÖ offensiv einsetzen." ****

Der SPÖ-Vorsitzende bezeichnete die zu stellenden Fragen -was macht Österreich seit 1945 im Positiven aus und was macht die Regierung, um die Erfolgsfaktoren zu beseitigen - als "zutiefst politische", und zwar tages- und grundsatzpolitisch gesehen. Österreich habe insgesamt eine "zutiefst politische Identität", es gebe seit 1945 einen "Österreich-Patriotismus", und es bestehe eine sehr enge Verknüpfung zwischen der Österreich-Identität und dem Staat. Dem gegenüber stehe der Bruch, dass die ÖVP dem Staat feindlich gesonnen ist und die Staatlichkeit beseitigen will. Das, was die Bildung eines Österreich-Bewusstseins ausmacht, wird von der Regierung abgebaut - siehe Sozialabbau und Demokratieabbau, so Gusenbauer. (Forts.) cs

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